DFB-Pokal: Bayern mit einer Demonstration zum Double

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DFB-PokalBayern mit einer Demonstration zum Double

Bayern München hat den zweiten von drei möglichen Titeln unter Dach und Fach gebracht. Der deutsche Meister entthronte mit einem 4:0-Sieg in einem einseitigen Cupfinal in Berlin Titelverteidiger Werder Bremen und holte seinen insgesamt 15. Cupsieg.

Das 4:0 war der höchste Sieg in einem deutschen Cupfinal seit dem 5:0 von Schalke 1972 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Die Bayern holten damit zum achten Mal in der Vereinsgeschichte das Double Meisterschaft/Cup. Allein seit der Jahrtausendwende gewann der berühmteste und erfolgreichste Klub Deutschlands sechs Mal beide Titel in der gleichen Saison.

Auch in Berlin machte das Offensiv-Trio Arjen Robben, Ivica Olic und Franck Ribéry den Unterschied für den Rekordcupsieger aus. Mit ihren Toren entschieden die drei bis zur 61. Minute die Partie, die die Bayern jederzeit im Griff hatten. Bastian Schweinsteiger setzte mit dem 4:0 den Schlusspunkt (84.). Den Münchnern bietet sich nun in einer Woche im Champions-League-Final gegen Inter Mailand im Bernabeu-Stadion in Madrid die Chance, mit einem Sieg erstmals in der Vereinsgeschichte das Triple zu gewinnen. «Das Ergebnis war klarer als das Spiel eigentlich war. Das 2:0 haben wir genau zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Wir haben noch was vor, wir wollen unbedingt das Triple holen», sagte Bayerns Verteidiger Philipp Lahm nach der Partie.

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Letztlich konnte Werder Bremen im ausverkauften Berliner Olympiastadion nur 35 Minuten mit dem insgesamt siebten Cupsieg liebäugeln, dann lenkte ein Handspiel von Bremens Verteidiger Per Mertesacker im Strafraum das Spiel aus Bayern Sicht in die richtigen Bahnen. Den fälligen Foulpenalty verwertete Robben sicher und brachte die Münchner, die zuvor bereits mehrere gute Chancen vergeben hatten, verdient in Führung.

Die endgültige Entscheidung fiel kurz nach der Pause. Nachdem Robben nach einem klaren Foul ein zweiter Penalty unterschlagen worden war (49.), staubte Olic kurze Zeit später nach einem Corner des Holländers zum 2:0 ab (51.). Erneut machte der deutsche Internationale Mertesacker eine unglückliche Figur: Sein Befreiungsschlag landete via dem Rücken von Daniel van Buyten vor den Füssen von Olic, der mit der Fussspitze den Ball über die Linie drückte.

Spätestens nach dem 2:0 war der Widerstand der Bremer gebrochen, sie waren dem Team von Louis van Gaal in allen Belangen unterlegen. Zu allem Überfluss beendeten sie das Spiel nur zu zehnt, nachdem Torsten Frings nach einem harten Einsteigen gegen Schweinsteiger die Gelb-Rote Karte sah. Am Ende musste der Bundesliga-Dritte sogar froh sein, dass er nicht eine noch höhere Niederlage kassierte.

Ihre einzigen Offensiv-Aktionen hatten die Bremer zu Beginn des Spiels und unmittelbar nach der Pause. In der 8. Minute scheiterten Claudio Pizarro, Frings und Aaron Hunt innerhalb weniger Sekunden an Bayern-Hüter Hans-Jörg Butt. Und dem zur Pause eingewechselten Hugo Almeida bot sich kurz nach seinem Eintritt zweimal die Chance zum Ausgleich.

Werder Bremen - Bayern München 0:4 (0:1)

Tore: 35. Robben (Handspenalty) 0:1. 51. Olic 0:2. 63. Ribéry 0:3. 84. Schweinsteiger 0:4.

Bremen: Wiese; Fritz, Mertesacker, Naldo, Boenisch; Frings; Bargfrede (54. Marin), Borowski (70. Jensen); Özil; Pizarro, Hunt (46. Almeida).

Bayern München: Butt; Lahm, Van Buyten, Demichelis, Badstuber; Robben (87. Altintop), Van Bommel, Schweinsteiger, Ribéry; Müller (77. Timoschtschuk); Olic (81. Klose).

Bemerkung: 76. Gelb-Rote Karte gegen Frings (Foul). Verwarnungen: 11. Van Bommel (Foul). 19. Olic (Foul). 56. Frings (Foul). 66. Fritz (Foul). 68. Borowski (Foul).

(si)

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