Dortmund chancenlos: Bayern München ist Finanz-Meister
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Dortmund chancenlosBayern München ist Finanz-Meister

Bayern München ist in Deutschland weiterhin das Mass der Dinge – zumindest wenn es um Einnahmen und die Beliebtheit im TV geht.

von
fox
Mario Gomez und Bastian Schweinsteiger verfolgten in den letzten sieben Partien durchschnittlich 350 000 Fans am TV live.

Mario Gomez und Bastian Schweinsteiger verfolgten in den letzten sieben Partien durchschnittlich 350 000 Fans am TV live.

Das freut die Finanzbosse der Bundesliga-Klubs: Kurz nach Saisonende werden die TV-Gelder ausgeschüttet. Das füllt die Kriegskassen von München über Schalke bis Hamburg. Anders als in anderen Ligen ist der Verteilerschlüssel ziemlich fair. So erhält das letztplatzierte St. Pauli immerhin rund die Hälfte des Betrages der Topkassierer. In Spanien beispielsweise verdienen Real und Barça bis zehnmal so viel wie kleine Klubs – kein Wunder, spielen dort immer die gleichen Teams um den Titel.

Die DFL hat die detaillierten Zahlen nicht veröffentlicht, aber die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hat die Beträge nachgerechnet und der Agentur dpa weitergegeben. Demnach kassiert Bayern München mit 29,96 Millionen Euro am meisten Geld. Das sind rund drei Millionen mehr als der deutsche Meister Dortmund (26,89 Mio.). Die Bayern verdienen mehr, weil in den Berechnungen nicht nur die aktuelle Saison berücksichtigt wird, sondern die vergangenen vier Jahre. Auf den weiteren Plätzen folgen Leverkusen (26,57 Mio.), der HSV (25,95 Mio.) und Werder Bremen (24,77 Mio.). Auf den letzten Rängen liegen Gladbach (14,65 Mio), Kaiserslautern (13,92 Mio.) und St. Pauli (13,20 Mio.). Zum Vergleich: Alle zehn Super-League-Teams verdienen lediglich 12 Millionen Franken dank dem TV-Vertrag. Das komplette Ranking finden Sie hier.

Bayern im TV am beliebtesten

Die Bayern haben Dortmund in dieser Saison übrigens noch in einem weiteren Punkt deutlich überboten. So teilt der Sport-Sender Sky mit, welche Livepartien am meisten Anklang bei den Abonnenten fanden. Im Zeitraum vom 1. April (28. Spieltag) bis zum Saisonende schwingen die Bayern klar obenaus. Durchschnittlich 350 000 Zuschauer verfolgten die sieben letzten Saisonspiele des Rekordmeisters. Auf Rang 2 folgt Schalke (240 000) und den 3. Rang belegt erstaunlicherweise Mönchengladbach (230 000). Meister Dortmund grüsst nur von Rang 4 mit 190 000 TV-Zuschauern bei Livespielen. Eine Niederlage, welche der BVB mühelos verkraften dürfte.

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