Wegen einem Kontaktverbot - Bayern-Star Lucas Hernández droht eine sechsmonatige Haftstrafe
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Wegen einem KontaktverbotBayern-Star Lucas Hernández droht eine sechsmonatige Haftstrafe

Gegen den 25-Jährigen Lucas Hernandez wurde eine Haftstrafe angeordnet. Der 25-Jährige war im Dezember 2019 wegen Verstosses gegen ein Kontaktverbot gegenüber seiner heutigen Frau verurteilt worden.

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FCB-Profi Lucas Hernandez muss möglicherweise ins Gefängnis. 

FCB-Profi Lucas Hernandez muss möglicherweise ins Gefängnis.

REUTERS
Zuletzt spielte der Weltmeister noch mit Frankreich in der Nations League. 

Zuletzt spielte der Weltmeister noch mit Frankreich in der Nations League.

AFP
Hintergrund des Falls ist ein handgreiflicher Streit im Februar 2017 mit seiner damaligen Freundin und heutigen Frau. Beide wurden damals wegen häuslicher Gewalt zu gemeinnütziger Arbeit und einem sechsmonatigen Kontaktverbot verurteilt.

Hintergrund des Falls ist ein handgreiflicher Streit im Februar 2017 mit seiner damaligen Freundin und heutigen Frau. Beide wurden damals wegen häuslicher Gewalt zu gemeinnütziger Arbeit und einem sechsmonatigen Kontaktverbot verurteilt.

AFP

Darum gehts

  • Lucas Hernández muss in Spanien vor Gericht.

  • Der Bayern-Star könnte lange ausfallen.

  • Ihm drohen sechs Monate Gefängnis.

Der Abwehrspieler Lucas Hernández könnte beim FC Bayern München wegen eines möglichen Haftantritts länger ausfallen. Der 25-Jährige muss am 19. Oktober vor dem Strafgericht 32 in Madrid erscheinen. Das bestätigte ein Justizsprecher am Donnerstag. Dort solle Hernández angeben, in welchem Gefängnis seiner Wahl er eine sechsmonatige Haftstrafe spätestens zehn Tage später antreten will. Die Haftstrafe war schon 2019 vom Strafgericht 35 in Madrid verhängt worden. Zuerst hatte die «tz» aus München darüber berichtet.

Hintergrund des Falls ist ein handgreiflicher Streit im Februar 2017 mit seiner damaligen Freundin und heutigen Frau. Beide wurden damals wegen häuslicher Gewalt zu gemeinnütziger Arbeit und einem sechsmonatigen Kontaktverbot verurteilt. Sie versöhnten sich jedoch schnell und verreisten noch während der sechs Monate gemeinsam, berichtete die Sportzeitung «As». Bei der Rückkehr wurde dieser Verstoss gegen das Kontaktverbot aktenkundig und Hernández später wegen Missachtung der Auflage zu der Haftstrafe verurteilt.

Hernández wechselte für 85 Millionen Franken

In Spanien bleibt ein Kontaktverbot auch dann bestehen, wenn es eine Versöhnung gegeben hat, damit niemand zu einer solchen Aussöhnung genötigt werden kann. Seine Frau kam glimpflicher davon, weil ihr die auferlegte Kontaktsperre im Augenblick der gemeinsamen Reise noch nicht offiziell zugestellt gewesen sei, schrieb «As».

Die Anwälte von Hernández hatten beantragt, die Haftstrafe auszusetzen, was das Gericht 32 aber den Berichten zufolge ablehnte. Sie legten daraufhin nach Angaben des Justizsprechers Rechtsmittel ein zur nächst höheren Gerichtsinstanz, der Audiencia Provincial de Madrid, was in etwa einem deutschen Landgericht entspricht. Allerdings bezweifelten spanische Medien, dass dieses Gericht schnell genug entscheiden würde, um Hernández einen Haftantritt zu ersparen. Ob er dann später vorzeitig freikommen könnte, war unklar.

Von Hernandez› Seite gab es keine Stellungnahme. Nach dpa-Informationen will der Profi zu dem Termin am kommenden Dienstag vor Gericht erscheinen. Hernández war vor zwei Jahren als Münchner Rekordeinkauf für rund 85 Millionen Franken von Atlético Madrid zum FC Bayern gewechselt. Der Weltmeister wurde wiederholt von Verletzungen gestoppt. Der Verein hat sich zu dem Fall noch nicht geäussert.

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Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

Agredis, Gewaltberatung von Mann zu Mann, Tel. 078 744 88 88

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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(dpa/fss)

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