Champions League: Bayerns Bewährungsprobe gegen ManCity
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Champions LeagueBayerns Bewährungsprobe gegen ManCity

Bayern München empfängt am Dienstag in der Champions League den englischen Co-Leader Manchester City. Und Inter Mailand will gegen Moskau den Fehlstart korrigieren.

Den Bayern läufts im Moment wie geschmiert. (Bild: Reuters)

Den Bayern läufts im Moment wie geschmiert. (Bild: Reuters)

Auf Bayern München wartet nach sechs Siegen in Folge in der Meisterschaft ein Härtetest. Der deutsche Rekordmeister muss sich in der Champions League auf internationalem Niveau gegen den englischen Mit-Tabellenführer Manchester City beweisen.

Sportlich trübt nichts die Bayern-Welt. Seit dem 7. August hat der Rekordmeister nur noch gewonnen und in neun Pflichtspielen kein Tor mehr kassiert. Das Selbstvertrauen ist gross. «Barcelona ist ein grosses Team, aber wir nähern uns ihnen an. Wir sind nicht mehr sehr weit weg. Das sind die besten Bayern, die ich kenne», sagte Franck Ribéry im Interview mit dem «Kicker».

Neben dem Platz sorgte Breno für Bayern-Schlagzeilen. Der Brasilianer soll sein Haus angezündet haben und sitzt deshalb in Untersuchungshaft. Beim deutschen Rekordmeister kann man die Aufregung nicht verstehen und Präsident Uli Hoeness poltert mächtig gegen die Justiz. Am Dienstagabend soll aber wieder der Sport im Vordergrund stehen.

«Das ist eine europäische Spitzenmannschaft»

Manchester City hat mit seiner zusammengekauften Startruppe eine grössere Schubkraft als der FC Zürich, Villarreal, Schalke oder zuletzt Leverkusen. «Das wird das bisher schwierigste Saisonspiel», mahnte deshalb Captain Bastian Schweinsteiger vor dem Spitzenspiel der Gruppe A. Während Ribéry seine Bayern mit Barcelona verglich, sieht Coach Jupp Heynckes Manchester City auf einer Stufe mit einem anderen Grossen der Branche. «Manchester City ist zurzeit gleichauf mit Manchester United, das ist Aussage genug. Das ist eine europäische Spitzenmannschaft.»

Ärgert Doumbia Inter Mailand?

Als einziger Favorit erlitt Inter Mailand in der Startrunde eine unerwartete Niederlage. Eine Woche nach dem 0:1 gegen Trabzonspor und nach zwei weiteren sieglosen Spielen in der Serie A wurde Trainer Gian Piero Gasperini durch Claudio Ranieri ersetzt. Präsident Massimo Moratti erklärte den Trainerwechsel als «logischen Schritt» und gab zu «mit Gasperini ein überhöhtes Risiko» eingegangen zu sein.

Unter Ranieri realisierte Inter am Wochenende in Bologna tatsächlich den ersten Saisonsieg. «Nun müssen wir in der Champions League nachlegen und auch da Fahrt aufnehmen», so Verteidiger Lucio vor dem Gastspiel bei ZSKA Moskau. Die Gruppe B ist für Inter gefährlich. Finden die Mailänder nicht rasch zu guter Form, dürfte die Startniederlage im Kampf um Platz 2 gegen Lille und ZSKA Moskau fatale Folgen haben.

Die Moskauer haben sich in der heimischen Liga nach 25 Runden hinter Favorit Zenit St. Petersburg auf Platz 2 etabliert. Derzeit leben die Hauptstädter zu einem beträchtlichen Teil von den Toren von Seydou Doumbia. Der frühere YB-Topskorer schoss in der Champions League beim 2:2 in Lille beide Tore und besorgte am Wochenende beim 3:1 gegen Wolga Nischni Wolgograd den wegweisenden ersten Treffer.

Doumbia harmoniert gut mit Starstürmer Vagner Love. Trotzdem ist der ZSKA-Präsident Jewgeni Giner nicht ganz zufrieden. Gemäss eigenen Angaben hat er «für den Angriff einen dicken Fisch an der Angel». Dem Vernehmen nach soll daher (zumindest) Vagner Love bereits seinen Abgang für kommenden Januar angekündigt haben. (si)

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