Bayrou will eigene Mehrheit - Kein Pakt mit Royal
Aktualisiert

Bayrou will eigene Mehrheit - Kein Pakt mit Royal

Sozialisten und Zentrum werden zur französischen Präsidentenwahl am Sonntag kein Bündnis gegen den rechten Favoriten Nicolas Sarkozy eingehen. Auch der Bewerber des Zentrums, François Bayrou, schloss einen solchen Pakt vor dem ersten Wahlgang aus.

Dies hatte vor ihm schon die sozialistische Kandidatin Ségolène Royal verkündet. Beide halten für die Stichwahl am 6. Mai aber eine solche Option offen. Er wolle jedoch «nicht in das System zurückfallen, wo es einfach nur um einen Wechsel des Lagers ginge», sagte Bayrou am Montag im Radio.

«Nicolas Sarkozy will eine sehr rechts stehende rechte Mehrheit. Ségolène Royal will eine linke Mehrheit. Ich will eine neue Mehrheit, in der Republikaner von rechts und links zusammenarbeiten können», erklärte Bayrou.

Der frühere sozialistische Bildungsminister Claude Allègre sagte der Zeitung «Le Parisien» vom Montag: «Man muss den zweiten Wahlgang abwarten, um zu sehen, ob es Annäherungen gibt.»

In allen Umfragen liegt Sarkozy klar vor Royal und Bayrou, doch sind die Meinungsforscher uneinig, ob Royal den Zentrumspolitiker auf Distanz halten kann. Nach einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Instituts TNS-Sofres für den «Figaro» und RTL läuft es auf ein Duell Sarkozy-Royal hinaus.

Nach der letzten Umfrage gewinnt Sarkozy zwei Prozentpunkte auf 30 Prozent hinzu, Royal legt um 2,5 Punkte auf 26 Prozent zu. Bayrou verliert drei Punkte auf 17 Prozent und Le Pen einen Punkt auf zwölf Prozent. Die Stichwahl würde Sarkozy laut dieser Erhebung mit 52 gegen 48 Prozent gegen Royal gewinnen.

(sda)

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