BAZL verlangt mehr Sicherheit auf dem Flugplatz Buochs
Aktualisiert

BAZL verlangt mehr Sicherheit auf dem Flugplatz Buochs

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) verlangt mehr Sicherheit auf dem Flugplatz Buochs im Kanton Nidwalden.

Es hat die Betreiber der Anlage am Donnerstag angewiesen, die Schranken auf dem Gelände besser zu überwachen und die Landung von Segelflugzeugen auf den Rollwegen zwischen den Pisten zu untersagen.

Erste Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit auf dem Nidwaldner Flugplatz hatte das BAZL bereits im vergangenen November nach einer tödlichen Kollision zwischen einer Radfahrerin und einer landenden Propellermaschine angeordnet. Verschiedene Visiten und Inspektionen hätten nun aber gezeigt, dass weitere Vorkehrungen nötig seien und damit dem komplexen System von Pisten, Rollwegen und Strassen noch besser Rechnung getragen werden müsse. Neu muss der Flugbetrieb so geregelt werden, dass ein Aufenthalt von Personen oder Fahrzeugen zwischen der Parallelpiste und den Schranken nicht mehr möglich ist, wie es in einer Mitteilung heisst. Eine Freigabe für den Start darf zudem nur noch dann erfolgen, wenn der zuständige Flugverkehrsleiter die Übersicht über die ganze Piste hat. Dazu sollen - je nach den herrschenden Sichtverhältnissen - auch Überwachungsposten entlang der Piste eingesetzt werden.

Untersagt wird per sofort auch eine Landung von Segelflugzeugen auf den Rollwegen zwischen den Pisten. Eine derartige Praxis ist laut BAZL nicht ordnungsgemäss, weil Rollwege lediglich der Zu- und Wegfahrt von Flugzeugen und nicht der Landung zu dienen hätten. Eine Lockerung des Verbots für die Übung von Notlandungen soll allerdings auch in Zukunft möglich sein, sofern die örtliche Segelfluggruppe dem BAZL ein Konzept unterbreitet, das die Sicherheit jederzeit gewährleistet.

Auf dem Flugplatz Buochs, der heute verstärkt zivil betrieben wird und eine rückläufige militärische Nutzung aufweist, war im Juli letzten Jahres eine Radfahrerin von einem landenden Schleppflugzeug der lokalen Segelfluggruppe erfasst und getötet worden. Die 77-jährige Frau hatte eine kleine Verbindungsstrasse benutzt, die mit Schranken versehen war.

(dapd)

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