Aktualisiert 17.07.2018 09:50

Reaktion der Parteileitung

BDP distanziert sich von Thomas Keller

Die BDP Schweiz fordert den Ausschluss vom Thurgauer Politiker Thomas Keller. Dieser sorgte mit seinen Aussagen auf Twitter für Diskussionen.

von
sil
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BDP-Präsident Martin Landolt distanziert sich von den Aussagen.

BDP-Präsident Martin Landolt distanziert sich von den Aussagen.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Der BDP-Politiker Thomas Keller sorgt auf Twitter für Empörung.

Der BDP-Politiker Thomas Keller sorgt auf Twitter für Empörung.

Twitter
Keller sieht Hitler nicht nur als «menschenverachtenden bösartigen Tyrannen und Diktator».

Keller sieht Hitler nicht nur als «menschenverachtenden bösartigen Tyrannen und Diktator».

Twitter

Die BDP Schweiz reagiert auf Twitter auf die Diskussion um die Tweets von BDP-Politiker Thomas Keller. Er nahm in einem Tweet Adolf Hitler in Schutz.

Jetzt äussert sich die BDP Schweiz: «Die BDP Schweiz distanziert sich entschieden von den Aussagen von Thomas Keller und wird die Thurgauer BDP bitten, das Ausschlussverfahren einzuleiten.» BDP-Präsident Martin Landolt teilt diesen Tweet.

Jürg Schumacher, Präsident der BDP Thurgau, weilt derzeit in Spanien in den Ferien. In einem SMS an 20 Minuten schreibt er: «Die BDP Thurgau distanziert sich ausdrücklich von braunem Gedankengut. Die Verniedlichung der Gräueltaten des NS-Regimes wird nicht toleriert.» Er stellt «weitere Massnahmen» in Aussicht.

«So einer hat nichts in der Politik verloren»

Dominic Pugatsch, Geschäftsführer der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA), hat die Äusserungen von BDP-Politiker Thomas Keller schockiert zur Kenntnis genommen: «Wir fordern den sofortigen Ausschluss von Keller aus der BDP.» Als Politiker habe er eine Vorbildfunktion. Pugatsch: «So einer hat nichts in der Politik verloren.» Die Aussagen seien «sinnlos und irrelevant»: Es gehe schliesslich um die gefährliche Seite von Adolf Hitler und «nicht darum, dass er mal einen Hund gestreichelt hat».

Keller selbst bekräftigt gegenüber 20 Minuten, Mitglied der Partei bleiben zu wollen.

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