Radiolandschaft: BE1 verschwindet und macht Energy Bern Platz
Aktualisiert

RadiolandschaftBE1 verschwindet und macht Energy Bern Platz

Ab dem 9. April weht ein frischer Wind durch den Äther der Bundesstadt: Aus Radio BE1 wird Energy Bern. Es ist die zweite Radiostation der Deutschschweiz unter dem erfolgreichen Label.

von
Simone Hubacher
Dani Büchi, Leiter Ringier-Radio. (Keystone)

Dani Büchi, Leiter Ringier-Radio. (Keystone)

«Mit Energy Bern bekommt die Bundesstadt auf der Frequenz 101,7 MHz ein Weltstadtradio», sagt Dani Büchi, Leiter Ringier-Radio, der neben BE1 auch Energy Zürich verantwortet. Beide Sender gehören heute zum Ringier-Konzern – an den Besitzverhältnissen ändert sich auch künftig nichts.

Das Programm von Energy Bern wird sich an die junge und urbane Zielgruppe im Grossraum Bern richten. «Wir setzen auf eine starke Redak­tion mit lokalen Informationen, Musik und Unterhaltung», so Büchi. «‹Die Morgenshow› mit Simon Moser wird es auch weiterhin geben.» Der Grossteil der Crew bleibt laut Büchi an Bord – Geschäftsleiter Bernhard Krättli und Programmleiter Dominique Hofer machen aber dem neuen Programm- und Geschäftsleiter Nik Eugster Platz. Wichtig sei ihm festzuhalten, dass Bern nicht eine Kopie von Energy Zürich werde. «In jeder Stadt tönt Radio Energy anders – auch der Musikgeschmack ist ein anderer.» Energy ist ein internationaler Brand, der nun nach Bern expandiert und heute bereits aus zwölf europäischen Ländern auf 400 Frequenzen sendet. In den nächsten Tagen startet Energy Bern eine «grosse, auffällige Kampagne», verspricht Büchi.

Von Förderband über BE1 zu NRJ

Am 31. Dezember 1983 ging Radio Förderband als Minderheiten-Kultursender im ersten Stock des Bierhübeli auf Sendung. 1986 bezog Förderband die Studios am Hirschengraben und positionierte sich neu als Mehrheitensender. Nach dem Relaunch im Jahr 2001 ging Förderband in Radio BE1 über. Am Ostermontag sendet BE1 zum letzten Mal. Vom 6. bis 8. April läuft auf 101,7 MHz Music-non-stop, bevor am 9. April um 5 Uhr Energy Bern auf Sendung geht.

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