16.01.2019 10:20

Abfahrtsklassiker

Beat Feuz – das Zugpferd

Am Lauberhorn wird am Mittwoch das erste Mal trainiert. Vorjahressieger Beat Feuz ist der Star im Schweizer Team.

von
Philipp Rindlisbacher
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Beat Feuz mit seiner Frau Katrin Triendl.

Beat Feuz mit seiner Frau Katrin Triendl.

Keystone/Jean-christophe Bott
Der Schweizer Abfahrtsstar kam am Montag im verschneiten Wengen an.

Der Schweizer Abfahrtsstar kam am Montag im verschneiten Wengen an.

Keystone/Jean-christophe Bott
Feuz und das Lauberhorn – das passt.

Feuz und das Lauberhorn – das passt.

Keystone/Jean-christophe Bott

Das Lauberhorn, es ist eine Schweizer Strecke. Fünf einheimische Siege hat es in Wengen in den letzten zehn Jahren gegeben, 2012 und 2018 triumphierte Beat Feuz. Der Emmentaler muss es auch am Samstag richten, für einen Platz ganz vorne komme wohl nur er in Frage, meint Cheftrainer Tom Stauffer.

Feuz ist das Zugpferd im Schweizer Abfahrtsteam, der Lokomotivführer. Mag er vom Charakter her nicht der laute Antreiber sein, so ist er doch die Leaderfigur, an der sich die Kollegen orientieren, hinter dem sie in Ruhe gelassen werden. «Beat ist der Gradmesser, den wir im Training brauchen», sagt Gilles Roulin, «dank seinen starken Ergebnissen ist die Gefahr klein, dass in der Mannschaft Unruhe aufkommt».

Feuz kann auch laut werden

Im Februar wird Feuz 32. Er ziehe mittlerweile «schon am Karren», sagt er und ergänzt, er stehe auf, wenn es die Situation erfordere, er öffne den Mund, wenn ihm etwas nicht passe und er verlange Massnahmen, wenn im Team Probleme bestünden. Auf die Frage, ob er auch mal unangenehm werden könne, findet die Nummer 1 in der Abfahrtsweltrangliste keine Antwort. Äussere er Kritik, so tue er dies mit voller Überzeugung, meint er nur. Coach Stauffer sagt, Feuz könne ziemlich Gas geben, er sei nicht harmoniesüchtig, was auch gut sei. «Beat ist der Beste, also muss die Trainingsqualität auch optimal sein. Seine Einwände sind immer berechtigt, manchmal aber sieht er nicht, wenn die Schuld für einen Fehler nicht bei uns, sondern woanders liegt. Dann müssen wir ihn bremsen.»

Aufs Gaspedal drücken wird er schon heute im ersten Training. Fürs Wochenende ist er zuversichtlich: «Ich mag den Berg – und der Berg mag mich.»

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