Lauberhorn-Abfahrt: Beat Feuz oder doch ein 37-jähriger Partykiller?

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Lauberhorn-AbfahrtBeat Feuz oder doch ein 37-jähriger Partykiller?

Die 88. Lauberhornabfahrt ist offen wie selten, und die Schweizer Fans dürfen sich Hoffnungen auf den ersten Sieg seit 2014 machen. Die Favoriten im Check.

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Aksel Svindal stand in seinen letzten sechs Abfahrten immer auf dem Podest. Zudem hat er die letzte Austragung des Klassikers in Wengen gewonnen.

Aksel Svindal stand in seinen letzten sechs Abfahrten immer auf dem Podest. Zudem hat er die letzte Austragung des Klassikers in Wengen gewonnen.

AP/Alessandro Trovati
Hannes Reichelt ist der Lauberhorn-Spezialist schlechthin, er klassierte sich zuletzt fünfmal in Serie in den Top 3.

Hannes Reichelt ist der Lauberhorn-Spezialist schlechthin, er klassierte sich zuletzt fünfmal in Serie in den Top 3.

Keystone/Anthony Anex
Beat Feuz hat in der Heimat 2012 triumphiert. Der Berner ist zuversichtlich, auch diesmal ganz vorne mitmischen zu können.

Beat Feuz hat in der Heimat 2012 triumphiert. Der Berner ist zuversichtlich, auch diesmal ganz vorne mitmischen zu können.

Keystone/Peter Schneider

Aksel Svindal

4 Abfahrten, 4 Podestplätze – der 35-jährige Norweger hat sich von seiner schweren Knieverletzung nicht bremsen lassen. 2016 gewann er die bislang letzte Lauberhornabfahrt nach der Absage im Vorjahr. In den beiden Trainings lag Svindal allerdings nicht ganz zuvorderst, und die Kombination vom Freitag liess er aus, um sich und vor allem sein Knie zu schonen.

Hannes Reichelt

Zweiter, Dritter, Zweiter, Sieger, Zweiter – mit fünf Podesplätzen in den letzten fünf Lauberhornabfahrten ist der Österreicher der Wengen-Spezialist schlechthin. Und auch wenn er inzwischen 37 ist, bestätigte er diesen Ruf bislang an diesem Wochenende: Am Mittwoch gewann Reichelt das erste von zwei Trainings, in der Kombinationsabfahrt wurde er hinter Teamkollege Vincent Kriechmayr Zweiter.

Beat Feuz

Auf seiner Lieblingsstrecke will der Lauberhornsieger von 2012 den Schweizer Fans den fünften Triumph eines Einheimischen seit 2009 schenken, den ersten seit Patrick Küng vor vier Jahren. Der 30-jährige Emmentaler ist das heisseste Eisen im Feuer für die Mannschaft von Cheftrainer Tom Stauffer, und seine Form in dieser Saison stimmt, zumindest in seiner Lieblingsdisziplin: vier Abfahrten, zwei Podestplätze. Wie Svindal liess Feuz die Kombination aus, nachdem er zuletzt kaum Slalom trainiert hatte.

Peter Fill ...

... oder Dominik Paris. Beide Südtiroler überzeugten in den Trainings und in der Kombinationsabfahrt. Fill war letztmals 2007 am Lauberhorn aufs Podest gefahren, Teamkollege Paris noch nie. Vor allem Fill ist einer der am meisten unterschätzten Fahrer im Feld – der 35-Jährige mag wenige Siege eingefahren haben, dafür ist keiner so konstant. In den vergangenen beiden Saisons gewann er jeweils den Abfahrtsweltcup. Und apropos Italien: Auch Christof Innerhofer, 2013 der Sieger hier, zeigte in der Kombinationsabfahrt, dass ihm Wengen einfach liegt.

Matthias Mayer

Der Abfahrts-Olympiasieger von 2014 kann auf jeder Strecke im Weltcupkalender aufs Podest oder gar zum Sieg fahren, aber in Wengen (oder auch Kitzbühel) muss dies der 27-jährige Kärntner erst noch beweisen. Dass er das kann, deutete Mayer mit dem zweiten Rang im zweiten Training an. Mit seiner dominanten Fahrt am Freitag brachte sich ausserdem sein Teamkollege Vincent Kriechmayr ins Spiel.

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