Unter Beschuss: Beat Jans setzt sich mit Aussage in die Nesseln

Aktualisiert

Unter BeschussBeat Jans setzt sich mit Aussage in die Nesseln

Beat Jans (SP) kritisierte bei Telebasel die Staatsanwaltschaft – und wird dafür von seinen politischen Gegnern gerügt.

von
Anna Luethi
Beat Jans eckt mit seiner Aussage zur Sicherheit im «Salon Bâle» an.

Beat Jans eckt mit seiner Aussage zur Sicherheit im «Salon Bâle» an.

«Ich sehe ein Problem bei der Informationspolitik der Staatsanwaltschaft. Dass sie zum Beispiel nie sagte, dass es sich vor allem um Prostituierte handelte»: mit diesen Worten äusserte sich SP-Nationalrat Beat Jans am Sonntagabend im «Salon Bâle» auf Telebasel zum Thema Sicherheit. Konkret um die «Auseinandersetzung wegen der Zunahme von Vergewaltigungen», wie Jans es nennt. Fakt ist: Seit Jahresbeginn wurden 18 Frauen Opfer eines sexuellen Übergriffs im öffentlichen Raum. «Inhaltlich nehme ich zu Herrn Jans' Aussage keine Stellung. Wir stellen fest, dass Frauen vergewaltigt werden – welchen Beruf sie ausüben, spielt für uns keine Rolle», so Staatsanwaltschafts-Sprecher René Gsell. Wichtig sei es, die Opfer zu schützen.

Die Grünliberalen teilten gestern mit, dass sie sich dezidiert gegen Jans' Aussage wenden würden «welche missverstanden werden könnte, dass Prostituierte Opfer zweiter Klasse seien und damit das ­Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung relativiert werden soll». Dem widerspricht Jans: Er habe mit seiner Aussage genau das Gegenteil gemeint. «Die Staatsanwaltschaft soll ausführlicher und transparenter kommunizieren, damit sich die betroffene Berufsgruppe besser schützen kann», so Jans. Seine Einstellung sei auch den Grünliberalen bekannt: «Das ist nur billiger Wahlkampf.»

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