Bern: Beauty2go öffnet wieder – aber nur für Augenbrauen
Aktualisiert

BernBeauty2go öffnet wieder – aber nur für Augenbrauen

Der Kosmetiksalon Beauty2go in Bern geht nach zweimonatiger Schliessung am Mittwoch wieder auf. Lippen aufspritzen kann man dort aber nicht mehr.

von
nla
Die Praxis wird am Mittwoch in Bern erneut eröffnet und sorgt bereits wieder für Gesprächsstoff.

Die Praxis wird am Mittwoch in Bern erneut eröffnet und sorgt bereits wieder für Gesprächsstoff.

Beauty2go

Nachdem die Beauty-Klinik Beauty2go ihre beiden Filialen in Folge einer Polizeidurchsuchung im Oktober vorübergehend schliessen musste, wurde die Haupt-Filiale in Zürich Mitte November wiedereröffnet. In Bern soll es am Mittwoch soweit sein.

Neu werden in Bern aber keine Hyaluronfiller mehr gespritzt, sondern nur noch Augenbrauen unter die Haut gezeichnet: Das sogenannte Microblading ist neu im Angebot. Beauty2go wirbt auf Instagram damit, dass Gina* die Behandlungen in Bern durchführen wird. 20 Minuten weiss: Es handelt sich dabei um die 19-jährige Praktikantin.

Das sorgt im Netz für Verwirrung. Kritische Kunden kommentierten die Instagrambilder von Beauty2go: «Hat sie ein Diplom für die Behandlungen oder wurde sie nur intern geschult?», so eine Userin. Und eine andere schreibt: «Würde mich auch wunder nehmen.» Darauf antwortet Beauty2go: «Wir haben intern eine eigene Academy! Dort wurde sie geschult! Btw: sie ist unglaublich talentiert und macht wunderschöne Arbeiten!»

Nadel zücken ohne Ausbildung

Die Praktikantin, welche die Microblading-Behandlungen in Bern durchführen wird, hat bisher nur hinter dem Tresen Kunden im Schönheitssalon in Empfang genommen. 20 Minuten weiss, dass alle anderen Mitarbeiter nach Zürich verlegt wurden – übrig bleibt in Bern nur noch Gina.

Diese werde aber nicht völlig allein gelassen, sagt Inhaberin Alexandra Lüönd: «Die Praktikantin erhält Betreuung von einer Kosmetikerin und wird intern wie auch extern für die Behandlungen ausgebildet.» Doch ein Insider gibt gegenüber 20 Minuten an, dass besagte Kosmetikerin grundsätzlich in Zürich arbeitet. «Geplant ist aber, dass die Praktikantin manchmal auch alleine in Bern sein wird», sagt die Quelle.

Qualität immer noch ein Problem?

Nach der Schliessung im Oktober hatten sich zahlreiche Kunden bei 20 Minuten über schlechte Ergebnisse des Kosmetiksalons beklagt. Die Lippen waren zum Teil deformiert, Kundinnen hatten danach Blutergüsse und schmerzhaften Klumpen. Seit der Neueröffnung in Zürich würden nun zwar neue Hyaluronfiller verwendet, die keine Klumpen mehr zur Folge haben, sagt der Insider. Dafür würden die Filler aber nach wie vor schnell an Wirkung verlieren.

Auch bei den Microblading-Behandlungen für 320 Fr. befürchtet der Insider, dass die Kunden mit dem Ergebnis unzufrieden sein könnten. «Die Farbe, die verwendet wird, ist bekannt dafür, dass sie bereits nach zwei Wochen zu verschwinden beginnt, obwohl eine Behandlung normalerweise bis zu eineinhalb Jahren halten sollte.» Auch das dementiert Inhaberin Lüönd: «Unsere Produkte sind von guter Qualität.»

*Name der Redaktion bekannt.

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