«Neo-Cover» - Becherschutz soll K.O.-Tropfen-Opfer im Ausgang verhindern

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«Neo-Cover»Becherschutz soll K.O.-Tropfen-Opfer im Ausgang verhindern

Vier Schülerinnen der Wirtschaftsmittelschule Luzern starten ein Crowdfunding-Projekt: Damit wollen sie einen Becherschutz gegen K.O.-Tropfen auf den Markt bringen.

von
Cheyenne Wyss
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So sieht der Prototyp des Becherschutzes namens «Neo-Cover» aus. 

So sieht der Prototyp des Becherschutzes namens «Neo-Cover» aus.

Neo-Cover-Team
Diesen haben die vier Schülerinnen Abiraa (links), Selina (Mitte links), Fatbardha (Mitte rechts) und Mila der Wirtschaftsmittelschule Luzern im Rahmen eines Schulprojektes entwickelt. 

Diesen haben die vier Schülerinnen Abiraa (links), Selina (Mitte links), Fatbardha (Mitte rechts) und Mila der Wirtschaftsmittelschule Luzern im Rahmen eines Schulprojektes entwickelt.

Neo-Cover-Team
Sie wollen, dass man die Zeit beim Feiern geniessen kann und sich nicht ständig damit beschäftigen muss, dass nicht doch etwas in das Getränk gemischt wird.

Sie wollen, dass man die Zeit beim Feiern geniessen kann und sich nicht ständig damit beschäftigen muss, dass nicht doch etwas in das Getränk gemischt wird.

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Darum gehts

  • Vier Schülerinnen der Wirtschaftsmittelschule Luzern wollen das Trinken in Bars und Clubs sicherer machen.

  • Dafür haben sie einen Becherschutz entwickelt.

  • Dieser soll vor der Zufuhr von K.O.-Tropfen und anderen Drogen schützen.

  • Noch während zwei Wochen sammeln sie Geld für ihr Projekt.

«Die Angst davor, dass einem ungewollt Drogen, vor allem in Form von K.O.-Tropfen, in das Getränk gemischt werden, ist uns allen deutlich bekannt», schreiben die vier Initiantinnen auf ihrer Seite bei Crowdify. Dort sammeln sie Geld für ihr Projekt. Dabei handelt es sich um einen Becherschutz namens «Neo-Cover». Dieser soll vor der Zufuhr von K.O.-Tropfen und anderen Drogen schützen.

«Sicherere Umgebung beim Feiern schaffen»

«Es sind viele Leute von dem Problem betroffen», sagt Selina Pamuk zu 20 Minuten. Die vier jungen Frauen hätten selbst zwar keine schlimmen Erfahrungen diesbezüglich gemacht, trotzdem werde das Problem immer wieder von aussen an sie herangetragen. Eine Umfrage der vier Schülerinnen zum Trinkverhalten habe zudem ergeben, dass circa 71 Prozent der befragten Personen sich beim Feiern sicherer fühlen würden, wenn ihr Getränk geschützt wäre. «Wir wollen eine sicherere Umgebung beim Feiern schaffen», sagt die 16-Jährige weiter.

Ein Deckel, der über ein Trinkbecher gestülpt wird

Beim Prototyp des «Neo-Cover» handle es sich um einen Deckel, der über einen Trinkbecher gestülpt werde. Durch eine Schiebeöffnung, die man auf und zu machen kann, werde dann getrunken. An der Unterfläche des Deckels wird ein Gummiband befestigt, welches man um den Becher herum legt. «So kann man den Deckel nicht einfach wegnehmen», meint Selina weiter.

Der Becherschutz soll nachhaltig sein

Den Deckel soll es in verschiedenen Standardgrössen geben oder er wird aus einem dehnbaren Material bestehen, sodass der Becherschutz dann auch wirklich über verschiedene Gefässe gestülpt werden kann. Weiter soll die Erfindung der Gruppe auch nachhaltig sein. «Wir wollen, dass der Becherschutz entweder recyclebar ist oder aus recyceltem Material besteht», sagt die Schülerin. Und es soll «auf keinen Fall ein Einweg Produkt sein. Er muss wiederverwendet werden können». Preislich soll der Becherschutz erschwinglich sein.

«Den Preis haben wir noch nicht festgelegt, aber er wird sicher nicht überteuert sein.» Denn: «Wir wollen ja Sicherheit für Jugendliche, Lernende und Studierende gewährleisten». Denkbar sei auch ein Depotprinzip, wobei man einen solchen Becherschutz in einer Bar oder in einem Club gegen ein Depot erhalte. Der Becherschutz soll dann gegen Geld oder Depot in Bars oder Clubs erhältlich sein.

Noch zwei Wochen, dann müssen 1300 Franken zusammengekommen sein

Noch knapp zwei Wochen läuft das Crowdfunding. Falls die Schülerinnen bis dahin die Summe von 1300 Franken auftreiben können, sitzen sie mit einem Produktdesigner zusammen. «Mit dem Produktdesigner möchten wir das Produkt möglichst zur einfachen Handhabung optimieren», erläutert Selina weiter. «Ausserdem wollen wir es, wenn möglich, mit Farben und unserem Logo gestalten». Mit der restlichen Summe wolle man die Kosten für die Werbung und die Produktion decken, aber auch weitere Prototypen herstellen.

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