Beck - «The Information»: Beck kultiviert den Wahnsinn weiter
Aktualisiert

Beck - «The Information»Beck kultiviert den Wahnsinn weiter

Das vorherrschende Gefühl auf Becks neuntem Album ist die Unsicherheit. Eine süsse, herrliche Unsicherheit.

Denn hinter jedem Ton lauert eine neue Überraschung, die den Hörer aus der Bahn wirft, um ihn einen Moment später in Verzückung zu versetzen.

Neben klassischen Instrumenten und elektronischen Klängen kommen dabei auch Telefone, Feuerwehrsirenen oder Trillerpfeifen zum Einsatz.

Über-Produzent Nigel Godrich (Radiohead) hat darauf geachtet, dass trotz der ausufernden Ideen-Fülle jeder Sound punktgenau gesetzt seine maximale Wirkung entfalten kann.

Zusammengehalten werden die Songs von der durchgehend schnoddrigen Rhythmussektion, welche in bester «Odelay»-Manier vor sich hin scheppert und dem Album einen extrem entspannten Vibe gibt. Im Zusammenspiel mit den lümmelhaft charmanten Vocals von Beck ergibt sich so ein Hörgenuss zwischen freidenkerischem Hip-Hop, entspanntem Folk und lässig hingeworfenem Pop.

Ob bei den mannigfaltigen Space-Opera-Referenzen der Scientology-Anhänger in Beck zwischen den Zeilen hervorlugt, soll an dieser Stelle aber einfach mal offen gelassen werden.

Thomas Nagy

Deine Meinung