Beckenbauer: «Toni hätte nicht schiessen dürfen»
Aktualisiert

Beckenbauer: «Toni hätte nicht schiessen dürfen»

Der verschossene Elfmeter von Luca Toni im Schlagerspiel zwischen Bayern München und Werder Bremen bietet Diskussionsstoff. Besonders Bayern-Präsident Franz Beckenbauer findet kein gutes Wort für den Penaltyschützen.

«Schwächer kann man eigentlich nicht schiessen», wetterte der «Kaiser» nach dem Spiel beim TV-Sender Premiere. Der gescholtene Luca Toni war in der 29. Minute an Werder-Keeper Tim Wiese gescheitert, nachdem dieser ihn zuvor im 16-Meter-Raum von den Beinen holte. «Der Gefoulte darf auf keinen Fall selber schiessen - auch nicht wenn er Weltmeister ist», tobte Beckenbauer weiter. Da müsse der Captain etwas sagen. «Aber Kahn ist als Torwart zu weit weg», so der Bayern-Präsident weiter. «Da müssen das van Bommel oder Klose machen und sagen: Du bist gefoult worden, du schiesst nicht.»

Auch der Schiri in der Kritik

Wütend waren die Bayern auch auf den Schiedsrichter. In der 76. Spielminute hatte der nach dem Spiel gescholtene Luca Toni die Bayern in Führung geschossen, doch der Schiri gab den Treffer nicht. Abseits. Die TV-Bilder beweisen aber: Toni stand bei der Passabgabe auf gleicher Höhe wie Werders Frank Baumann. «In der Regel heisst es im Zweifel für den Angreifer», tobte Bayern-Manager Uli Hoeness nach dem Spiel und fügte an: «Bei uns heisst es im Zweifel gegen Bayern.»

Unzufrieden war übrigens auch Werder Bremen. Dem 1:1-Ausgleichstreffer der Bayern ging ein Foul von van Bommel an Jensen voraus. Doch der Pfiff blieb aus. «Wir sehens alle - damit ists gut», kommentierte Werder-Trainer Thomas Schaaf die Situation nach der Partie. Kurz nach der strittigen Szene hatte er noch an der Seitenlinie gewütet.

(mon)

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