In Amerika: Beckham will Fussballklub gründen

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In AmerikaBeckham will Fussballklub gründen

David Beckham will in den USA einen eigenen Fussballklub gründen. Der geschäftstüchtige Ex-Fussballstar ist bereit, auch viel eigenes Geld zu investieren.

von
bte

Neben einer erfolgreichen Fussballkarriere bei Top-Vereinen und vielen gewonnenen Titeln schaffte es bisher noch kein Fussballer, sich so erfolgreich zu vermarkten wie David Beckham. Um seine Karriere ausklingen zu lassen und gleichzeitig nochmals richtig abzukassieren, wechselte «Becks» 2007 von Real Madrid zu Los Angeles Galaxy in die amerikanische Major League Soccer. Der Engländer verhalf der nicht sehr populären amerikanischen Fussballliga zu einem kometenhaften Wachstum. 2012 verliess er LA Galaxy, die Liga war seit seiner Ankunft um sieben Teams gewachsen.

Dank dem Engländer wurde der MLS viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt und so auch mehr Geld verdient. Laut «Forbes» hat der Flankengott in seinen fünf Jahren in den USA unglaubliche 255 Millionen Dollar verdient. Teile dieses Geldes will der 38-Jährige jetzt in einen neuen MLS-Klub investieren, konkret 18 Millionen Dollar.

Beckhams neues Team ist in Miami zuhause

Das Team soll mit Hilfe von anderen millionenschweren Investoren in Miami, Florida, aufgebaut werden. Die Option, zu einem reduzierten Preis Teambesitzer zu werden, hat sich Beckham in seinen 2007 unterschriebenen Vertrag mit der MLS respektive LA Galaxy einbauen lassen. «Wir wissen, dass Miami einer der passioniertesten Fussball-Märkte Nordamerikas ist», so MLS-Vize-Präsident Dan Courtemanche. Die Funktionäre der Liga würden den 115-Fachen Nationalspieler als Klubanteilhaber mit Handkuss nehmen. «Wir freuen uns, dass Beckham eines Tages möglicherweise Besitzer eines MLS-Klubs sein wird», sagte Cortemanche weiter.

In Amerikas Sportligen geht es primär ums Geschäft, um lukrative TV- und Sponsoring-Verträge. Da hinkt die US-Fussballliga den anderen Sportarten gewaltig hinterher. Der TV-Vertrag der American-Football-Liga bringt den Klubs beispielsweise pro Jahr 3 Milliarden Dollar ein. Für die Übertragungsrechte der MLS bezahlt der Fernsehsender NBC gerade mal magere 10 Millionen Dollar pro Jahr. Beckham hat schon bewiesen, dass er der Liga neuen Glamour verleihen kann. Nun soll er mit einem neuen Klub der Fussballbegeisterung bei den Bewohnern Miamis, wohl besonders bei den Latinos, neues Leben einhauchen.

2020 sollen in der Liga 24 Mannschaften spielen

Momentan gibt es in der MLS 19 Mannschaften, wobei ab 2015 der neue New York City FC an den Start gehen wird. Hinter diesem Verein steckt der Premier-League-Klub Manchester City und das Baseball-Team New York Yankees. Kommt Beckhams Projekt in Miami zustande, würde die Liga dem Ziel, 2020 24 Mannschaften zu haben, immer näher kommen. Nach einer neuen Bleibe hat sich die Familie Beckham jedenfalls schon umgesehen. So soll die Glamour-Familie an der berühmten «Versace-Mansion» in South Beach Miami interessiert sein.

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