24.07.2020 02:58

Dealer-Grosi vor Gericht

Bedingte Freiheitsstrafe für 68-jährige Drogenhändlerin

Das Luzerner Kriminalgericht brummte einer Rentnerin eine bedingte Freiheitsstrafe auf, weil sie jahrelang mit Drogen gehandelt hatte. So etwa LSD und Kokain.

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Die 68-Jährige verkaufte vor allem Marihuana, aber auch LSD.  (Symbolbild)

Die 68-Jährige verkaufte vor allem Marihuana, aber auch LSD. (Symbolbild)

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16 Monate Freiheitsstrafe bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren, so lautet die Strafe des Luzerner Kriminalgerichts.

16 Monate Freiheitsstrafe bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren, so lautet die Strafe des Luzerner Kriminalgerichts.

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Neben dem Marihuana bezog sie von ihrem Lieferanten auch Ecstasy Pillen. (Symbolbild)

Neben dem Marihuana bezog sie von ihrem Lieferanten auch Ecstasy Pillen. (Symbolbild)

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Darum gehts

  • Eine reuige Rentnerin hat vom Luzerner Kriminalgericht eine bedingte Freiheitsstrafe erhalten.
  • Die 68-Jährige verkaufte vor allem Marihuana, aber auch LSD, Ecstasy und Kokain.
  • Sie verdiente ihren Lebensunterhalt mit verkauf von Betäubungsmittel.
  • Sie muss neben der bedingten Strafe auch 4’189 Franken Verfahrenskosten bezahlen.

Die 68-Jährige verkaufte vor allem Marihuana, aber auch LSD und kurz vor ihrem Auffliegen im Jahr 2019 noch Kokain. 16 Monate Freiheitsstrafe bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren lautet die Strafe, die das Gericht für die Rentnerin ausfällte. So steht es im Urteil, das im abgekürzten Verfahren zustande gekommen ist und am Donnerstag veröffentlicht wurde. Es ist rechtskräftig.

Die Frau habe sich von Beginn an kooperativ und geständig gezeigt, sie habe damit das Strafverfahren erheblich erleichtert und sich insgesamt einsichtig gezeigt, heisst es in der Urteilsschrift. Sie scheine ihre Taten aufrichtig zu bereuen.

Lebensunterhalt mit dealen verdient

Diese Taten reichen zurück bis ins Jahr 2014. Die AHV-Rentnerin und Mutter von drei Kindern ging während fünf Jahren einem regen Marihuana-Handel nach, den sie schliesslich auf Ecstasy sowie LSD und kurz vor ihrer Festnahme noch auf Kokain ausweitete. Das Verschulden sei nicht mehr als leicht einzustufen, hält das Gericht fest.

Die Beschuldigte habe eine erhebliche kriminelle Energie aufgewiesen. Sie sei bereits vor Erreichen des Pensionsalters keiner rechtmässigen Arbeit mehr nachgegangen und habe sich durch den Verkauf von Betäubungsmitteln ihren Lebensunterhalt verdient, womit sie einzig aus finanziellen Beweggründen gehandelt habe.

Alleine durch den Handel mit Marihuana habe sie mindestens 54'000 Franken Gewinn erzielt. Die zwölf bis fünfzehn Kilogramm Marihuana hatte sie von ihrem Lieferanten, einem in der Region Luzern wohnenden Niederländer bezogen. Anschliessend habe sie das Marihuana selber abgewogen, in Säcklein zu vier oder acht Gramm abgepackt und für 50 Franken respektive 100 Franken verkauft.

Festnahme verhinderte weiteren Handel

Vom selben Lieferanten bezog sie im Jahr ihrer Festnahme zudem 220 LSD- und Ecstasy-Pillen. Diese verkauften sich allerdings nicht so gut, denn die Polizei fand noch 59 von diesen Pillen bei ihr vor. Weiter stellte die Polizei knapp 50 Gramm Kokain bei ihr sicher.

Dieses hatte sie aus zwei Quellen bezogen und insgesamt etwas über 30 Gramm verkauft. Wäre sie von der Polizei nicht festgenommen worden, heisst es im Urteil weiter, hätte sie den Drogenhandel auf unbestimmte Zeit weitergeführt. Bei ihr wurde neben der Drogen auch Bargeld von über 12'000 Franken sichergestellt. Neben der bedingten Strafe muss die Verurteilte nun auch 4’189 Franken Verfahrenskosten bezahlen.

(SDA)

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