Beerli und Merz bereit für den Bundesrat
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Beerli und Merz bereit für den Bundesrat

Nach spannenden zwei Stunden stand gestern fest, welche beiden Kandidaten die FDP am 10. Dezember ins Rennen um die Nachfolge von Bundesrat Kaspar Villiger schickt: Es sind dies die Bielerin Christine Beerli (50) und der Ausserrhoder Hans-Rudolf Merz (61).

Merz setzte sich im sechsten Wahlgang gegen den Tessiner Fulvio Pelli durch, Beerli brauchte nur zwei Wahlgänge um Christine Egerszegi auszustechen. Grosser Verlierer im gestrigen «Nominations-Krimi» war Franz Steinegger.

Er ging als «ewiger Favorit» ins Rennen und unterlag: Franz Steinegger ist nicht offizieller Kandidat für den frei werdenden FDP-Sitz im Bundesrat.

Hans-Rudolf Merz bekam seinen Platz auf dem Zweierticket im 6. Wahlgang – bei einem absoluten Mehr von 24 Stimmen erhielt er 29 Stimmen. Er verwies den Tessiner Nationalrat Fulvio Pelli auf den zweiten Platz.

Der abtretende Urner Nationalrat und langjährige FDP-Präsident Franz Steinegger war im 5. Wahlgang ausgeschieden. Nach dem 1. Wahlgang für den 2. Platz auf dem Doppelticket für die Bundesratswahl vom 10. Dezember zogen Steinegger und Pelli ihre Kandidatur dann zu Gunsten einer Frau zurück.

Steinegger war die Enttäuschung nach der Niederlage anzusehen: «Mit solchen Ausgängen muss man rechnen – das sind dann einfach Fakten.»

Gegenüber Radio DRS liess er aber offen, ob er eine Wahl gegen den Willen der Fraktion annehmen würde.Die Zusammensetzung des Tickets überrasche ihn nicht, sagte CVP-Fraktionspräsident Jean-Michel Cina. Beerli habe er erwartet. Die Nominierung von Hans-Rudolf Merz bestätige die Tendenz der FDP, sich nach rechts, in Richtung SVP zu bewegen. (sda)

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