«Krabat»: Begegnung mit der schwarzen Magie
Aktualisiert

«Krabat»Begegnung mit der schwarzen Magie

Harry Potter made in Germany: Wegen des erfolgversprechenden Fantasy-Booms kommt jetzt auch Otfried Preusslers Romanklassiker neu verfilmt ins Kino.

Der Waisenjunge Krabat (David Kross) beginnt eine Lehre in einer abgelegenen Mühle. Doch schon bald kommt er hinter ein dunkles Geheimnis: Die Mühle ist ein Hort der unseligen schwarzen Magie. Anfangs ist er fasziniert von dem geheimnisvollen und mächtigen Meister (Christian Redl), der Gesellschaft der elf Müllersburschen (u.a. Daniel Brühl und Robert Stadlober) und besonders von der Magie. Der Meister lehrt seine Gesellen, sich durch Zeit und Raum zu bewegen. In Raben verwandelt fliegen sie nachts über Wälder und Landschaften. Als Krabat auf einem seiner Ausflüge dem Bauernmädchen Kantorka (Paula Kalenberg) begegnet, verliebt er sich auf den ersten Blick in sie. Doch der unerbittliche Meister hat andere Pläne mit ihm. Um Krabat auf seine Seite zu ziehen, bietet er ihm seine Nachfolge auf der Mühle an. Das Angebot ist verführerisch, doch nach und nach erkennt Krabat, wie hoch der Preis dieser Macht ist und dass nur die Kraft der Liebe ihn retten kann.

Das Fantasy-Abenteuer «Krabat» basiert auf Otfried Preusslers vielfach ausgezeichnetem Roman, welcher seinerseits eine dunkle Variante der ebenso bekannten wie phantastischen deutsch-sorbischen Sage um den Zweikampf des Zauberlehrlings mit seinem Meister ist. Die filmische Umsetzung durch den «Trade»-Regisseur Marco Kreuzpaintner mag werkgetreu sein. Doch besonders unterhaltsam ist sie trotz starker Bildsprache und talentierter Besetzung nicht. Film und Buch sind und bleiben halt zwei verschiedene Medien mit spezifischen Stärken und Schwächen. Bei «Krabat» überwiegen die Schwächen.

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