Frenkendorf BL: Begehrtestes Baselbieter Kennzeichen gestohlen
Aktualisiert

Frenkendorf BLBegehrtestes Baselbieter Kennzeichen gestohlen

Ein Trophäensammler hat am Wochenende das begehrteste Baselbieter Kontrollschild von einem Garagen-Auto in Frenkendorf entwendet. Der Besitzer setzt einen Finderlohn aus.

von
lha
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Das vordere Kontrollschild ist noch da. Ein Dieb hat von einem Firmenwagen der Garage Keigel das hintere Kontrollschild demontiert und mitgenommen.

Das vordere Kontrollschild ist noch da. Ein Dieb hat von einem Firmenwagen der Garage Keigel das hintere Kontrollschild demontiert und mitgenommen.

Urs Keigel
Das begehrte Kennzeichen ist für den Sammler wertlos. Besitzer Keigel fürchtet nun, dass die Nummer wegen des Diebstahls für mehrere Jahre gesperrt wird.

Das begehrte Kennzeichen ist für den Sammler wertlos. Besitzer Keigel fürchtet nun, dass die Nummer wegen des Diebstahls für mehrere Jahre gesperrt wird.

Urs Keigel

Der Schock traf Garagist Urs Keigel, als er am Montag vor einer Woche in Frenkendorf zur Arbeit erschien. Das hintere Kennzeichen seines Garagenwagens fehlte. Und es ist kein beliebiges Kontrollschild, das ein Sammler mitgenommen hat. Es ist die Plakette BL 1. Diese war sogar mit einer verstärkten Befestigung am Renault Espace angebracht, teilt der Garagist in einem Aufruf mit, den er nun am Montagmorgen veröffentlichte.

Das seltene und begehrte Kontrollschild ist quasi ein Erbstück. Früher waren die Kennzeichen 1 bis 20 für die Polizei reserviert, erzählt Keigel. Als diese dann vor circa 50 Jahren als Garagennummnern freigegeben wurden, habe sein Vater auswählen können. «Es hat nichts gekostet», betont Keigel. Heute kommen solche Kennzeichen auf Auktionen zu teilweise horrenden Geldbeträgen unter den Hammer.

Keigel gibt die Hoffnung nicht auf

«Leider ist das Kontrollschild in der Zwischenzeit noch nicht aufgetaucht», so Keigel. Es sei nicht das erste Mal, dass das begehrte Sammlerstück gestohlen wurde, insgesamt drei Mal sei es ihm entwendet worden. «1992 wurde das Schild erstmals gestohlen», sagt Keigel. Zehn Jahre später sei es ihm dann ersetzt worden. Nach dem letzten Mal habe er ein Inserat aufgegeben, worauf die Presse über den Vorfall berichtete. Kurze Zeit später erhielt Keigel das Schild per Post. Darin enthalten war auch ein Brief des mutmasslichen Diebes, dieser schämte sich für seine Tat und entschuldigte sich.

Keigel verzichtet vorläufig noch auf eine Anzeige bei der Polizei. Noch hofft er, dass der «Sammler» seine Tat bereut und das Kontrollschild freiwillig zurückgibt. «Idealerweise soll er es uns per Post schicken», sagt er. Für erfolgreiche Hinweise auf den Verbleib des Kennzeichens hat er zudem einen Finderlohn ausgesetzt.

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