Festival ohne Headliner: «Behaltet die 50 Franken» – Fans zeigen sich solidarisch trotz Metallica-Ausfall

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Festival ohne Headliner«Behaltet die 50 Franken» – Fans zeigen sich solidarisch trotz Metallica-Ausfall

Ein Mitglied von Metallica hat sich mit Corona infiziert, weshalb der geplante Auftritt am «Frauenfeld Rocks» abgesagt wurde. Für einige Fans ein Grund, das Festival gar nicht erst zu besuchen. Andere machen das Beste aus der Situation. 

von
Katja Fässler

Stimmen vom Festival: Viele freuen sich auch auf die anderen Acts nebst Metallica.

Darum gehts

  • Beim «Out in the Green»-Festival in Frauenfeld ist die Stimmung trotz des Ausfalls des Headliners Metallica gut.

  • Viele sind zwar enttäuscht, machen jedoch das Beste aus der Situation.

  • Einige zeigen sich auch solidarisch mit den Veranstaltern und verzichten auf die Entschädigung von 50 Franken. 

Sehr zum Bedauern vieler Metallica-Fans wurde der geplante Auftritt der berühmten Band im Rahmen des «Out in the Green»-Festivals in Frauenfeld abgeblasen. Grund: Ein Mitglied hat sich mit Corona infiziert. Stattdessen werden nun «Five Finger Death Punch» als Headliner auftreten. Auf der Instagram-Seite des Veranstalters äussern viele ihr Bedauern: «Die Enttäuschung ist gross. Wünsche trotzdem ein tolles Festival und hoffe, dass sich das Out in the Green in Frauenfeld als Rock Festival trotz dieses unschönen Starts etablieren kann», schreibt ein noch positiv gestimmter Fan. Andere zeigen sich weniger optimistisch: «Meine Enttäuschung ist grenzenlos und mein Tag ruiniert.» 

«Was für ein Mist. Das war ein Muttertagsgeschenk von meinen Liebsten», kommentiert eine weitere Userin. Jedoch gibt es sogar solche, denen der Vorfall nicht ganz ungelegen kommt: «Für mich ist das Ganze ehrlich gesagt eher eine Erleichterung, da ich im Geschäft noch so viel zu tun habe. Und ich gehe auch noch vier Tage ans Openair St. Gallen. So wird mein Festivalhunger doch noch getilgt», sagt eine Leserin aus St. Gallen, die mit dem Wegfall des Headliners auf den Gang zum Festival verzichtet. 

Absage zum dümmsten Zeitpunkt

Auch den Veranstalter schmerzt die Absage seines Headliners. Mediensprecher Joachim Bodmer geht von grossen Kosten aus, die auf sie zukommen. «Leider sind wir gegen eine Absage aufgrund einer Covid-Infektion eines Künstlers nicht versichert. Wir müssen den Schaden selber tragen», so Bodmer. Die Absage sei zum dümmsten Zeitpunkt gekommen.

Festivalbesucher vor Ort sehen der Sache grösstenteils gelassen entgegen. Eine Gruppe verzichtet auch auf die Entschädigung von 50 Franken, die für den Ausfall der Band auf dem Gelände zurückerstattet wurden. «Wir haben mitbekommen, dass der Veranstalter dafür nicht versichert ist. Darum verzichten wir jetzt auf die 50 Franken – natürlich auch, weil wir keine Lust haben, uns dafür noch lange in die Schlange zu stellen», so ein Festivalbesucher. Zudem werden andere Acts wie «Five Finger Death Punch» ebenso freudig erwartet. Weitere Stimmen vom Festival gibt es im Video oben. 

Schmyt ersetzt Sam Fender am OSAG

Nicht nur in Frauenfeld gibt es eine Absage zu vermelden, sondern auch beim Openair St. Gallen: Sam Fender, einer der britischen Shooting-Stars der letzten Jahre, muss aufgrund einer Mandelentzündung auf seinen Auftritt verzichten, wie das Openair via Instagram bekannt gibt. An seiner Stelle wird Schmyt am Donnerstagabend auftreten. «Gestern erfuhren wir, dass Fender beim Arzt ist. Da haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, um passenden Ersatz zu finden», sagt Nora Fuchs, Mediensprecherin des Openair St. Gallen, auf Anfrage. Ansonsten sei man aber auf Kurs, es sei nicht mit weiteren Absagen zu rechnen, so Fuchs weiter. 

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