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Qantas NotlandungBehörde hat vor Sauerstoffflaschen gewarnt

Nach Meinung von Experten hat eine Sauerstoffexplosion das Loch in die Qantas-Boeing gerissen, die auf den Philippinen notlanden musste. Die US-Luftfahrtbehörde hatte Fluggesellschaften bereits vor Monaten zu einer Überprüfung der betroffenen Tanks aufgefordert.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA reagierte mit ihrer Warnung vor mehreren Monaten auf Berichte, wonach die Halterungen der Sauerstofftanks bei Modellen der Boeing 747-400 womöglich unsauber verarbeitet wurden. Die FAA betonte, dass bei einem Versagen der Halterung Sauerstoff austreten und sich möglicherweise entzünden könnte. Zudem könne dadurch der an Bord verfügbare Sauerstoff knapp werden, hiess es. Die Direktive wurde im April auch von der australischen Luftfahrtbehörde übernommen. Experten vermuten, ein Problem mit einer Sauerstoffflasche könnte den Zwischenfall vom Freitag auf 12 000 Metern über Meer ausgelöst haben.

Qantas-Chef Geoff Dixon wies einen möglichen Zusammenhang mit dem Zwischenfall vom Freitag jedoch zurück. Dixon sagte, die Ursache sei vermutlich ein mechanisches Problem gewesen, das jenseits des Verantwortungsbereichs der Fluggesellschaft liege.

350 Passagiere kamen mit dem Schrecken davon

Beim Flug der Qantas-Maschine am Freitag von London nach Melbourne hatte sich nach einem Knall in Reiseflughöhe plötzlich ein grosses Loch in der Aussenwand aufgetan. Die Boeing mit 350 Passagieren an Bord musste auf den Philippinen notlanden.

Passagiere des betroffenen Flugs hatten berichtet, dass die Sauerstoffmasken während des Zwischenfalls nicht richtig funktionierten.

Spezialisten der australischen Behörde für Verkehrssicherheit inspizierten die Boeing in Manila und nannten die Explosion einer Sauerstoffflasche als einen der möglichen Gründe für den Zwischenfall. Die Luftfahrtbehörde ordnete eine umgehende Überprüfung sämtlicher Sauerstoffflaschen an Bord der 30 Qantas-Jumbojets an. (dapd)

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