Niederglatt ZH – Behörden melden Ausbruch von hochansteckender Newcastle-Krankheit
Aktualisiert

Niederglatt ZHBehörden melden Ausbruch von hochansteckender Newcastle-Krankheit

Der betroffene Geflügelbetrieb hat vorläufig zugemacht, damit sich das Virus nicht weiterverbreitet. Der letzte Fall der Newcastle-Krankheit trat in der Schweiz 2017 auf.

von
Marcel Urech
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Das Bild zeigt Spezialisten, die im Jahr 2017 wegen der hochansteckenden Newcastle-Krankheit Legehennen im Tessin keulen mussten. Nun ist die Krankheit erneut in der Schweiz aufgetreten.

Das Bild zeigt Spezialisten, die im Jahr 2017 wegen der hochansteckenden Newcastle-Krankheit Legehennen im Tessin keulen mussten. Nun ist die Krankheit erneut in der Schweiz aufgetreten.

Kantonspolizei Tessin
Einige Legehennen im Kanton Zürich haben keine Eier oder nur noch Eier mit zu dünner Schale gelegt. Das sind typische Symptome für die Newcastle-Krankheit, die sich die Hühner eingefangen haben. (Symbolbild)

Einige Legehennen im Kanton Zürich haben keine Eier oder nur noch Eier mit zu dünner Schale gelegt. Das sind typische Symptome für die Newcastle-Krankheit, die sich die Hühner eingefangen haben. (Symbolbild)

Tamedia/Christian Pfander
Der Kanton muss die Legehennen nun keulen. Warum die Krankheit bei den Tieren ausgebrochen ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unbekannt. (Symbolbild)

Der Kanton muss die Legehennen nun keulen. Warum die Krankheit bei den Tieren ausgebrochen ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unbekannt. (Symbolbild)

Tamedia/Francisco Carrascosa

Darum gehts

In Niederglatt ZH ist in einem Geflügelbetrieb die Newcastle-Krankheit aufgetreten. Die Tiere legten keine Eier mehr oder Eier mit zu dünner Schale. Das sind typische Symptome der durch ein Virus verursachten Krankheit. Sie kommt auch bei Wildvögeln vor, ist hochansteckend und überträgt sich über die Luft oder durch Kontakt. Die Krankheit kann sich auch indirekt über Personen, Geflügelprodukte oder Eierkartons ausbreiten.

Behörden richten Schutzzone ein

Der betroffene Betrieb hat nun vorläufig zugemacht, damit sich das Virus nicht weiterverbreitet. Zutritt zu den Ställen haben aktuell nur die Veterinärbehörden und Personen, die die Tiere versorgen. Das Veterinäramt Zürich richtete eine Schutzzone von drei Kilometern und eine Überwachungszone von zehn Kilometern rund um den Bestand ein. Für Geflügelhaltungen in diesen Zonen gelten nun besondere Vorschriften.

Die Sperrung bedeutet, dass der Betrieb vorläufig keine Tiere oder Eier abgeben oder verkaufen darf. Es darf zudem kein Kontakt mit anderen Geflügelbetrieben erfolgen. In der Schutzzone sei sämtliches Geflügel aufzustallen, teilt die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich mit. Amtliche Tierärztinnen und Tierärzte seien daran, den Gesundheitsstatus des Geflügels in der Zone zu überprüfen. Ausstellungen mit Geflügel oder anderen Vögeln sind vorläufig verboten. Die Zonen sollen für mindestens 21 Tage bestehen bleiben.

Die von diesen Massnahmen betroffenen Gemeinden sind auf dieser Website aufgelistet.

Krankheit ist auf Menschen übertragbar

Die Veterinärbehörden müssen die Legehennen keulen. Der Kanton wird gemeinsam mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV die nötigen Vorkehrungen dafür einleiten. Warum die Krankheit bei den Tieren in Niederglatt ausgebrochen ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unbekannt.

Die Newcastle-Krankheit ist hochansteckend. In seltenen Fällen kann bei Personen, die direkten und engen Kontakt zu kranken Tieren hatten, eine Bindehautentzündung auftreten, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen in seiner Medienmitteilung zum Fall schreibt. Der letzte Fall der Newcastle-Krankheit trat in der Schweiz im November 2017 im Kanton Tessin auf.

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