Aktualisiert 30.11.2018 08:56

Merkels FlugzeugpanneBehörden schliessen kriminelle Handlung aus

Wegen einer Panne bei der Kanzlermaschine verspätet sich Angela Merkel beim G20-Gipfel in Buenos Aires. Mittlerweile konnte sie ihre Reise antreten.

von
kat

Die deutsche Bundeskanzlerin kann gleich wegen mehrerer Pannen nicht wie geplant am Donnerstagabend zum G20-Gipfel in Buenos Aires fliegen. (Video: AP und AFP)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Freitag mit deutlicher Verspätung ihren Flug zum G20-Gipfel nach Buenos Aires angetreten. Sie war nach Regierungsangaben an Bord einer Linienmaschine der Fluggesellschaft Iberia, die am Freitagmorgen in der spanischen Hauptstadt Madrid startete.

Ihr regulärer Flug mit der Luftwaffen-Maschine «Konrad Adenauer» hatte am Donnerstagabend wegen eines Ausfalls der Kommunikationssysteme an Bord in Köln-Bonn abgebrochen werden müssen.

Keine Hinweise auf kriminellen Hintergrund

Die Luftwaffe hat einen kriminellen Hintergrund für die Panne ausgeschlossen. Aus Sicht der Luftwaffe gebe es «keinerlei Hinweise und auch nicht einmal einen Ansatz für einen kriminellen Hintergrund», sagte ein Luftwaffen-Sprecher am Freitag in Berlin. Vielmehr sei der Ausfall einer elektronischen Verteilerbox der Grund, weshalb die Bundeswehr-Maschine Donnerstagabend in Köln-Bonn landen musste.

Die «Rheinische Post» hatte zuvor berichtet, die Behörden prüften einen kriminellen Hintergrund bei der Flugzeugpanne der Kanzlermaschine. Wie der Luftwaffensprecher sagte, arbeiten die Techniker der Bundeswehr mit höchster Priorität daran, den Fehler in der Verteilerbox zu finden. An dieser würden mehrere Systeme hängen, unter anderem die Funkanlage und auch das System zum Ablassen des Kraftstoffs.

Dem Piloten der «Konrad Adenauer» war es beim Flug der Kanzlerin und ihrer Delegation am Donnerstagabend nicht mehr möglich, per Funk mit dem Tower zu kommunizieren. Er musste deshalb per Satellitentelefon mit dem Flughafen Köln-Bonn die ungeplante Landung vorbereiten. Da die Maschine voll betankt landen musste und dadurch erhöhte Brandgefahr bestand, kam ein Grossaufgebot der Feuerwehr zum Einsatz.

(kat/afp)

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