Aktualisiert 05.10.2006 20:55

Behörden sind zufrieden mit dem Baselbieter Hanfgesetz

Seit Anfang Jahr ist im Baselbiet das Hanfgesetz in Kraft. Das Hauptziel – ein verstärkter Jugendschutz – ist damit erreicht worden.

Die Zahl der elf- bis vierzehnjährigen Neueinsteiger ist seit Inkrafttreten des Hanfgesetzes massiv zurückgegangen. «Leider aber machten sich früher schon viele Zehn- und Elfjährige ihre Zukunft kaputt», sagt Barbara Umiker vom Baselbieter Justizdepartement. Seit Anfang Jahr, als das Hanfgesetz in Kraft trat, habe sich die Situation verbessert, bilanziert sie. Die Baselbieter Bildungsdirektion ist aber weiterhin darum bemüht, die Schulen in Zukunft drogenfrei zu machen.

Das Baselbieter Hanfgesetz hat die Zugänglichkeit zum Cannabis massiv erschwert: Verkauf und Anbau von Hanf sind nun bewilligungspflichtig. Bisher ist nur ein Gesuch für den Anbau eingegangen. «Es konnte offenbar keiner plausibel erklären, weshalb er Duftkissen verkaufen will», sagt Barbara Umiker dazu. Bei einem maximal zulässigen THC-Gehalt von 0,3 Prozent lohne sich das ja auch nicht mehr.

Verschwunden ist das Gras deswegen aber nicht. «Wer will, bekommt immer noch welches», sagt der stellvertretende Jugendanwalt Enrico Rosa. Heute laufe das Geschäft stärker über Kuriere statt über Läden. Im ganzen Kanton gibt es nur noch einen einzigen Laden – Mitte 2003 waren es noch über 30.

(lh)

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