Self-Scanning - Bei Aldi kannst du jetzt mit dem Handy einkaufen

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Self-ScanningBei Aldi kannst du jetzt mit dem Handy einkaufen

Der Discounter führt ein neues Bezahlsystem ein: Kundinnen und Kunden können ihre Einkäufe dort selber mit dem Handy scannen und über eine App bezahlen.

von
Barbara Scherer

Aldi-Schweiz-Chef Jérôme Meyer erklärt wie das neue Bezahlsystem funktioniert.

20 Minuten

Darum gehts

  • «Scan &Go» heisst das neue Bezahlsystem von Aldi.

  • Kunden können ihren Einkauf per Handy scannen und die Ware gleich in der Einkaufstasche verstauen.

  • Bezahlt wird direkt über eine App per Kreditkarte.

Mit dem Handy das Preisschild scannen, in die Einkaufstasche legen und ohne Anstehen an der Kasse bezahlen: So funktioniert das neue Bezahlsystem «Scan &Go» von Aldi Suisse. Ab Dienstag, 24. August, wird das System in 17 Testfilialen eingeführt.

Über die App «Snabble» können Kundinnen und Kunden alle Produkte direkt am Regal einscannen und gleich im Laden in ihrer Tasche oder ihrem Rucksack verstauen. Damit entfällt das Ablegen und Einräumen des Einkaufs an der Kasse komplett, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Am Ausgang wird der gescannte Einkauf dann innert Sekunden direkt über die App bezahlt. Dafür müssen die Kunden ihre Kreditkartendaten hinterlegen. Besitzt jemand keine Kreditkarte, kann der Einkauf alternativ über die App eingescannt und an der normalen Kasse bezahlt werden.

Der Vorteil an der App ist laut Aldi, dass die Kundinnen und Kunden das Budget im Auge behalten können. Denn die App zeigt nach jedem gescannten Produkt den Preis des gesamten Einkaufs an. Datenschutztechnisch sei die App sicher: Es würden keine persönlichen Daten gespeichert, heisst es weiter.

Aldi Suisse ist das erste Aldi-Süd-Land, das die neue Bezahlmethode «Scan & Go» einführt. Die Pilotphase soll bis Ende 2021 andauern. Getestet wird das System in folgenden Filialen: Aesch, Allschwil, Basel, Duggingen, Egerkingen, Fislisbach, Frenkendorf, Gretzenbach, Lausen, Niederlenz, Oberentfelden, Oftringen, Reinach, Therwil.

Es gibt Stichproben-Kontrollen

Bei Migros, Coop und Lidl können Kundinnen und Kunden schon länger Self-Checkouts nutzen. Aldi habe bewusst so lange gewartet, sagt Aldi-Schweiz-Chef Jérôme Meyer zu 20 Minuten: «Wir wollten eine Lösung, die gut zu unserem Laden passt.» Aldi habe dafür eine leistungsstarke App gebraucht.

Um Diebstähle bei dem neuen System zu verhindern, gebe es Stichproben-Kontrollen: «Unsere Filialen-Mitarbeitenden werden Einkäufe unregelmässig kontrollieren», sagt Meyer. So kann der Laden auch nicht direkt verlassen werden nach Bezahlung über die App. Kunden erhalten dann einen QR-Code. Dieser muss noch einmal gescannt werden, um den Laden verlassen zu können.

Warum das neue Bezahlsystem als erstes in den Aldi Filialen in der Schweiz getestet werden, erfährst du im Video oben.

Das ist Aldi Suisse

Aldi Suisse betreibt 220 Filialen in der Schweiz und beschäftigt über 3800 Mitarbeitende, rund 215 davon sind Lernende. 2019 machte der Discounter einen Umsatz von knapp 2.3 Milliarden Franken. Über die Umsatzzahlen 2020 schweigt Aldi. Allerdings konnte der Discounter 300 neue Arbeitsplätze im Corona-Jahr schaffen.

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