Krieg in Syrien: Bei Angriff auf Assad-Konvoi gabs Verletzte
Aktualisiert

Krieg in SyrienBei Angriff auf Assad-Konvoi gabs Verletzte

Die syrische Regierung hatte vehement dementiert, dass der Konvoi von Präsident Assad am Donnerstag angegriffen wurde. Jetzt ist klar: Der Angriff fand statt. Drei Offiziere wurden verletzt.

Zwei Tage nach dem fehlgeschlagenen Attentat auf den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad gibt es neue Erkenntnisse. Regimekritische syrische Medien berichteten am Samstag, Leibwächter des Präsidenten seien bei den Mörserattacken auf seinen Konvoi am Donnerstag getroffen worden.

Die Website «Zaman al-Wasl» meldete, drei namentlich bekannte Offiziere würden seither im Al-Schami-Spital in Damaskus behandelt.

Anwohner in dem Innenstadtviertel zwischen Assads Haus und einer Moschee, zu der er an dem Morgen fuhr, sagten, sie hätten insgesamt zwölf Explosionen gehört. Einige Granaten hätten ihr Ziel völlig verfehlt. Die Regierung hatte den Angriff dementiert.

Gewaltspirale dreht sich weiter

Auch am Samstag drehte sich in Syrien die Gewaltspirale weiter. In der Nacht wurden bei einem Angriff der Luftwaffe in Salma in der Provinz Latakia nach Informationen der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter zehn Rebellen und zehn Zivilisten getötet.

Die meisten Toten seien so entstellt, dass ihre Identifizierung nicht sofort möglich sei. Angesichts zahlreicher Verletzter müsse mit mehr Toten gerechnet werden.

Öffentliche Hinrichtungen durch Regierungstruppen

Salma liegt in der Region Dschabal Akrad, in der mehrere Dörfer in den vergangenen Tagen von Rebellentruppen eingenommen wurden. Die Provinz Latakia ist eine Hochburg der Alawiten, einer Abspaltung der Schiiten, der auch Syriens Staatschef Baschar al-Assad angehört.

Das Medienzentrum der Regierungsgegner in Aleppo meldete zudem, Regierungstruppen hätten in einem Dorf südlich der Kleinstadt Safira zwölf Menschen öffentlich hingerichtet, darunter einer Frau. (sda)

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