Aktualisiert 11.06.2008 17:37

«Khadak»Bei den Nomaden

Ein mongolisches Märchen über die Vertreibung aus der Natur und die Zerstörung einer Kultur.

Der 17-jährige Bagi lebt mit seiner Familie und einigen Tieren in der eisigen mongolischen Steppe. Als er sich damit konfrontiert sieht, dass auch er – genau wie sein Vater – die Gabe eines Schamanen besitzt, will er dieses Schicksal zuerst nicht annehmen. Nach einer mysteriösen Tierseuche werden die Nomaden vom Land in ungastliche Bergarbeiterstädte zwangsumgesiedelt. Der Schock über diese Veränderung weckt Bagis mystische Fähigkeiten: Er kann Tiere hören, die angeblich tot sind, und findet mit Hilfe einer Schamanin und einer attraktiven Kohlendiebin heraus, dass die Seuche nur ein Vorwand war, um das Nomadenvolk auszurotten. Bagi versucht, unter den Umsiedlern eine Revolu­tion anzuzetteln.

Das Weiss der kalten Steppe, das Schwarz von Bagis Augen, das Blau des Halstuchs, das er seinem Pferd umbindet, bevor es erschossen wird: Die Bilder in Peter Brosens' und Jessica Woodworths «Khadak» sind zum Weinen schön und von eindringlicher Intensität.

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