Tötungsdelikt Egnach TG: Bei den sterblichen Überresten handelt es sich um den Kopf
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Tötungsdelikt Egnach TGBei den sterblichen Überresten handelt es sich um den Kopf

F. J. wurde Anfang Monat tot aufgefunden. Am Samstag wurde eine Tatverdächtige verhaftet. Wie nun bekannt wurde, hat die Tat wohl im Keller der Verstorbenen stattgefunden.

von
Michel Eggimann
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Die 62-jährige F. J. wurde bei Egnach TG tot aufgefunden.

Die 62-jährige F. J. wurde bei Egnach TG tot aufgefunden.

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Die sterblichen Überreste wurden in einem Waldstück in der Nähe von Egnach TG entdeckt.

Die sterblichen Überreste wurden in einem Waldstück in der Nähe von Egnach TG entdeckt.

BRK News
Laut dem Finder der sterblichen Überreste war nur der Kopf der 62-Jährigen im Wald.

Laut dem Finder der sterblichen Überreste war nur der Kopf der 62-Jährigen im Wald.

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Darum gehts

  • F. J. wurde letzte Woche bei Egnach TG tot aufgefunden.

  • Am Samstag wurde eine 54-jährige Frau als Tatverdächtige festgenommen.

  • Die Tat hat wohl im Keller des Hauses der Verstorbenen stattgefunden.

In einem Waldstück bei Egnach fand eine Person am 5. Dezember sterbliche Überreste. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um die 62-jährige F. J.* handelt, die seit Ende Oktober vermisst wurde. Die Polizei konnte am Freitag eine 54-jährige Tatverdächtige verhaften. Dabei handelt es sich offenbar um die Vermieterin der Verstorbenen. Wie nun der «Blick» schreibt, soll die Tat im Keller des Hauses stattgefunden haben, wo J. in Bottighofen wohnte. Der Zugang zum Keller sei versiegelt, der Rest des Hauses dürfe betreten werden.

Gegenüber 20 Minuten sagte die Thurgauer Staatsanwaltschaft vor wenigen Tagen, dass die Ermittler davon ausgehen, der Tatort sei in Bottighofen und nicht in Egnach, wo die sterblichen Überreste gefunden wurden.

Kopf lag neben einer Mulde

Laut «Blick» hatte ein 26-jähriger Mann nur den Kopf von J. gefunden: «Er lag offen neben einer Mulde, die sich bereits mit Laub gefüllt hatte.» Es habe so ausgesehen, als sei der bereits etwas verweste Kopf zuvor in der Mulde gewesen. Der Mann sagt: «Es handelte sich nur noch um den Schädel mit Haaren.» Die Staatsanwaltschaft kommentiert nicht, ob an anderen Orten weitere Leichenteile gefunden wurden.

Zu den neuesten Details heisst es im Artikel, die Ermittler hätten zwei Autos der verhafteten Frau beschlagnahmt und zur Spurensicherung gebracht. Die Staatsanwaltschaft geht derzeit von einer einzelnen Täterin aus. Es gebe keine Hinweise auf weitere Beteiligte.

Per Anhalter unterwegs gewesen

Gefahndet wird nach wie vor nach einem Mann, der die Tatverdächtige am 29. Oktober mit dem Auto mitgenommen hat. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft liess sich die 54-jährige Tatverdächtige am 29. Oktober 2020 im Verlaufe des Tages vom Parkplatz Vitaparcours in Scherzingen von einem unbekannten Autofahrer per Anhalter mitnehmen.

Beim Parkplatz Vitaparcours wurde das Auto von J. angetroffen, und seit dem 29. Oktober wurde sie vermisst. Was sie dort wollte, ist bis jetzt nicht bekannt. Die Fundstelle der sterblichen Überreste im Waldstück bei Egnach ist rund 20 Kilometer entfernt vom Parkplatz in Scherzingen.

* Name der Redaktion bekannt

Trauerst du oder jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirche

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Tel. 147

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