Aktualisiert 25.07.2014 08:35

Leidenschaft 2.0

Bei der Sex-App Mixxxer geht es gleich zu Sache

Bereits 33'000 Sexhungrige suchen mithilfe der Smartphone-App Mixxxer nach Bettgefährten. User sollen «auf Dates verzichten und direkt flachgelegt werden».

von
Stephanie Sigrist
«Im Gegensatz zu anderen Apps erlauben wir unseren Usern, explizite Fotos zu posten», heisst auf der Website von Mixxer.

«Im Gegensatz zu anderen Apps erlauben wir unseren Usern, explizite Fotos zu posten», heisst auf der Website von Mixxer.

Screenshot Mixxer

Durchschnittlich zwei Millionen Menschen suchen täglich mithilfe der Dating-App Tinder nach der grossen Liebe – oder zumindest nach einem spannenden Zeitvertreib. Jeden Tag werden 350 Millionen Profile anderer Flirtwilliger angeschaut und in die Kategorien «Like» oder «Nope» eingeteilt. In den USA wurde kritisiert, die Applikation verhelfe bloss zu Seitensprüngen und One-Night-Stands. Dabei sind reale Treffen nach dem Kennenlernen mithilfe der kalifornischen App relativ selten: Nur 20 Prozent der Nutzer verabreden sich tatsächlich mit einem ihrer Gesprächspartner. Bei herkömmlichen Dating-Webseiten sind es knapp zwei Drittel. Zudem machen 96 Prozent der Tinder-Nutzer zum ersten Mal online Bekanntschaften.

Die neue Sex-App Mixxxer dagegen will ihre User direkt zur Sache kommen lassen: «Finden Sie noch heute Nacht Sexpartner und Swingers in Ihrer Nähe», wirbt die Smartphone-Anwendung auf der Website. Via GPS sollen Sexhungrige in der gleichen Region Gleichgesinnte treffen können. Angesprochen sind neben Einzelpersonen beider Geschlechter auch homosexuelle und heterosexuelle Paare sowie Transsexuelle. Für die Registrierung muss eine E-Mail-Adresse, das Geschlecht, Alter und Wohnort sowie Geschlecht und Alter der Wunschpartner angebeben werden. Effizienz wird hier gross geschrieben: «Verzichte auf Dates und werde noch heute flachgelegt», heisst es in der Anwendungs-Beschreibung. Mixxxer bezeichnet sich selbst als «Tinder für Erwachsene» und hat momentan knapp 33'000 Nutzer. Diese können ihre potenziellen Bettgefährten bereits vor dem Treffen nackt sehen: «Im Gegensatz zu anderen Apps erlauben wir unseren Usern, explizite Fotos zu posten.»

Treffen auf Mixxxer im Alltag peinlich

Bei einem Versuch mit einem Android-Smartphone konnte sich die 20-Minuten-Redaktorin nicht bei Mixxxer anmelden. Gut zwei Stunden nach Angabe der E-Mail-Adresse traf die Registrierungs-Bestätigung mit den Login-Daten noch immer nicht ein. Dies erstaunt umso mehr, als dass Frauen zwischen 18 und 25 Jahren für eine Sex-App wichtige User sein dürften. Insgeheim war die Autorin allerdings etwas erleichtert, nun nicht auf einer einschlägigen App verkehren zu müssen. Trifft man nämlich auf bekannte Gesichter aus dem Wohnort, kann dies im Alltag schnell zu unangenehmen Situationen führen. Und wer will schon wissen, wo der frühere Lehrer, Arbeitskollege, Expartner oder der nette ältere Nachbar auf der Suche nach Sex sind?

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