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Zwei Tote in Endingen AG«Bei der Unfallstelle ist die Strasse sehr eng»

Beim schweren Verkehrsunfall zwischen einem Postauto und einem Lastwagen in Endingen AG sind eine 18-Jährige und ein 24-Jähriger ums Leben gekommen. Das Dorf steht unter Schock.

von
cho/kko/vro

In Endingen AG kam es am Dienstagmorgen gegen 6 Uhr auf der Surbtalstrasse zu einem schweren Verkehrsunfall. Laut der Polizei waren ein Linienbus, ein Lastwagen und ein Personenwagen involviert. Zwei Passagiere im Postauto kamen ums Leben. Dabei handelt es sich um die 18-jährige G.S.* aus Tegerfelden und einen 24-jährigen Mann, der ebenfalls aus der Region stammt. Weiter wurden drei Personen verletzt, eine davon leicht, zwei weitere mittelschwer bis schwer. Zwei Insassen blieben unverletzt.

Ein von Lengnau Richtung Endingen fahrender Lastwagen dürfte nach ersten Erkenntnissen von der Strasse abgekommen und mit einem entgegenkommenden Postauto seitlich kollidiert sein. In der Folge kam es zu einem Zusammenstoss mit einem hinter dem Linienbus fahrenden Auto. Die beiden Insassen des Opels, der Lenker (29) und seine Beifahrerin (28), erlitten mittelschwere bis schwere Verletzungen und mussten durch die Feuerwehr befreit werden. Der Lastwagen-Chauffeur, ein 22-jähriger Schweizer, und der Fahrer des Postautos blieben unverletzt.

Unübersichtliche Lage

Vor Ort bot sich ein Bild des Schreckens. Das Postauto wurde auf der Seite eingedrückt, die meisten Scheiben zerbrachen. Der Lastwagen lag quer auf der Fahrbahn, sein Anhänger kam auf der Wiese neben der Strasse zum Liegen. Auch der in den Unfall involvierte Personenwagen wurde stark beschädigt. «Die Unfallstelle erstreckt sich über 100 bis 150 Meter», schätzt ein Leser-Reporter.

Der Lastwagenfahrer war unterwegs zum Lebensmittel- und Eisenwaren-Laden Volg. Dort ist die Bestürzung gross: «Ich bin schockiert», sagte ein Mitarbeiter. Bei dem Unfall-Abschnitt handelt es sich laut ihm um eine «sehr enge Strasse», die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 km/h. Auch bei einer Bäckerei-Angestellten sitzt der Schock tief: «Ich sah die Leute ins Postauto einsteigen.»

Strasse bleibt gesperrt

Vor Ort standen mehrere Feuerwehr-Fahrzeuge, Ambulanzen, mindestens ein TCS-Helikopter sowie mehrere Polizei-Patrouillen im Einsatz. Ausserdem musste die Kapo Aargau ihre Unfall-Spezialisten und das Care-Team aufbieten. Die Staatsanwaltschaft hat bereits ein Verfahren eröffnet.

Die Unfallstelle musste für die Rettungs- und Bergungsarbeiten

vollständig gesperrt werden. Während die Rettungsarbeiten bereits abgeschlossen sind, wird die Strasse noch bis in den Nachmittag für den Verkehr gesperrt sein. Die Feuerwehr hat eine Umleitung eingerichtet.

* Name der Redaktion bekannt (cho/kko/vro/sda)

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