Aktualisiert 25.08.2017 04:47

Liestal

Bei diesem Spaziergang glühen am Ende die Pfoten

Der Tough Dogz Run bringt auch Menschen an ihre Grenzen – denn Spazieren sei langweilig, findet die Organisatorin. Das Interesse der Hundesportler ist riesig.

von
lha
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Franziska Baumann mit Labrador-Mischlingsdame Ida (5) beim Training.

Franziska Baumann mit Labrador-Mischlingsdame Ida (5) beim Training.

Denise Czichocki und Jörn Schlappinger / photo-passion.net
Auf der Liestaler Sichtern veranstaltet Baumann am 2. September den ersten Tough Dogz Run der Schweiz.

Auf der Liestaler Sichtern veranstaltet Baumann am 2. September den ersten Tough Dogz Run der Schweiz.

Franziska Baumann
Auf dem fünf Kilometer langen Lauf gilt es mit dem Hund zehn Prüfungen zu absolvieren. Manche sind vor allem für Frauchen oder Herrchen eine Tortur.

Auf dem fünf Kilometer langen Lauf gilt es mit dem Hund zehn Prüfungen zu absolvieren. Manche sind vor allem für Frauchen oder Herrchen eine Tortur.

Denise Czichocki und Jörn Schlappinger / photo-passion.net

«Stell dir einen Lauf wie den Strongman Run vor – einfach mit Hund», erklärt Franziska Baumann. Die 30-Jährige organisiert den ersten Tough Dogz Run, der am 2. September stattfindet. Rund um die Liestaler Sichtern erwartet Hund und Herrchen respektive Frauchen ein fünf Kilometer langer Hindernislauf, der es in sich hat. «Man sollte keine Angst haben, dreckig zu werden», sagt Baumann.

Der Lauf kombiniert verschiedene Disziplinen aus dem Hundesport vereint mit Elementen des Extrem-Hindernislaufs. Ein vergleichbarer Lauf fand letztes Jahr erstmals in Deutschland statt. «Ich habe davon in einer Hundefachzeitschrift gelesen», erzählt sie. «Seither bin ich Feuer und Flamme für das Thema.» Flugs investierte sie ihre Freizeit in die Organisation des Tough Dogz Run.

Von Anmeldungen überrannt

Der Lauf stösst auf grosses Interesse. Bereits haben sich 100 Teilnehmer in 28 Teams aus der ganzen Schweiz und sogar aus Norddeutschland angemeldet. «Ursprünglich habe ich nur mit 50 Teilnehmern geplant, aber schon nach wenigen Tagen waren alle Plätze weg.» Die Anmeldung für den Lauf ist mittlerweile geschlossen. Beim nächsten Mal könne man gerne grösser werden. Erstmal gelte es nun, die Premiere gut über die Bühne zu bringen.

Als Katzenkind auf den Hund gekommen

Baumann ist eigentlich mit Katzen gross geworden, über eine Freundin kam die Grafikerin dann vor fünf Jahren auf den Hund. Sie fotografierte Vermittlungshunde der Hilfsorganisation ihrer Freundin und engagiert sich bis heute im Verein, der Listenhunde an verantwortungsvolle Halter vermittelt. Seit fünf Jahren läuft an ihrer Seite auch Ida, eine Labrador-Mischlingshündin. Selbst wird sie am 2. September nicht mitlaufen. Dafür haben die beiden den Parcours und alle Prüfungen schon ausgiebig gestetet.

Franziska Baumann mit Ida und ihrem Kollegen Krümel beim Training.

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