Aktualisiert 06.04.2015 18:15

Tierische Suchbilder

Bei diesen Bildern müssen Sie ganz genau hinschauen

Um in freier Wildbahn zu überleben, müssen Tiere täuschen und sich tarnen. Die Meister ihres Fachs präsentiert Fotograf Art Wolfe in seinem neuen Buch.

von
Fee Riebeling
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Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) ist der einzige mitteleuropäische Vertreter der Füchse und wird daher meistens einfach als «der Fuchs» bezeichnet.

Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) ist der einzige mitteleuropäische Vertreter der Füchse und wird daher meistens einfach als «der Fuchs» bezeichnet.

art Wolfe Inc.
Der Pracht-Riedfrosch ist in Afrika südlich der Sahara sowie auf Inseln im Indischen Ozean zuhause. Die meisten Vertreter sind wie die Laubfrösche mit Haftscheiben an den Fingern und Zehen ausgestattet, mit denen sie ausgezeichnet klettern können.

Der Pracht-Riedfrosch ist in Afrika südlich der Sahara sowie auf Inseln im Indischen Ozean zuhause. Die meisten Vertreter sind wie die Laubfrösche mit Haftscheiben an den Fingern und Zehen ausgestattet, mit denen sie ausgezeichnet klettern können.

art Wolfe Inc.
Der Papua-Drachenkopf (Scorpaenopsis papuensis) lebt ausschliesslich in Teilen des Pazifiks. Er ist extrem giftig.

Der Papua-Drachenkopf (Scorpaenopsis papuensis) lebt ausschliesslich in Teilen des Pazifiks. Er ist extrem giftig.

art Wolfe Inc.

Ein Gepard im hohen Gras, bengalische Hanuman-Languren im Geäst und ein Wüstenteufel im Laub. Sie alle haben gemein, dass man sie nicht gleich erkennt. Sie sind Meister der Tarnung – und damit ganz zu Recht die Protagonisten des neusten Buches des Naturfotografen Art Wolfe.

Um die über 100 Tiere vor die Kamera zu bekommen, hat der Amerikaner keine Kosten und Mühen gescheut und ist dafür in den letzten vier Jahrzehnten mehrfach um den Globus gereist.

Der Betrachter soll mitleiden

Der Aufwand hat sich gelohnt: Herausgekommen sind wahre Suchbilder, denen man mehr als nur ein paar Sekunden Beachtung schenken muss. Denn nur die wenigsten Porträtierten sind gleich auf den ersten Blick erkennbar.

Und das aus gutem Grund, wie Wolfe in der Einleitung von «Meisterhaft getarnt: Von der Kunst nicht gesehen zu werden» schreibt: Er habe sich bemüht, «das Auffinden der Tiere möglichst zu erschweren, damit es im Bild fast genauso viel Mühe kostet, die Tiere zu entdecken wie in der freien Natur».

Lehrreiche Lektüre

Doch der Fotograf fordert die Betrachter seiner ganzseitigen Aufnahmen nicht nur, sondern er belohnt sie auch mit den wichtigsten Infos zu den abgebildeten Tieren. So findet sich am Ende jedes Kapitels eine Übersicht mit den wichtigsten Informationen zu den Amphibien, Vögeln, Fischen und Krebstieren, Wirbellosen, Säugetieren und Reptilien.

Auf diese Weise wird der Leser nicht abgelenkt, lernt aber gleichzeitig auch etwas über die Tarnfähigkeiten der Porträtierten. Das ist lehrreich und hochspannend zugleich.

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