Coop, Migros, Denner und Co. - Bei diesen Detailhändlern lassen die Konsumentinnen und Konsumenten am meisten Geld liegen
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Coop, Migros, Denner und Co.Bei diesen Detailhändlern lassen die Konsumentinnen und Konsumenten am meisten Geld liegen

In der Corona-Krise haben Schweizerinnen und Schweizer besonders viel bei Coop und Migros eingekauft. Aber auch andere Händler haben von der Pandemie profitiert.

von
Barbara Scherer
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Platz eins auf der Hitliste des Schweizer Detailhandels belegt Coop: Der Umsatz ist 2020 um 12,4 Prozent auf rund 15 Milliarden Franken gestiegen. 

Platz eins auf der Hitliste des Schweizer Detailhandels belegt Coop: Der Umsatz ist 2020 um 12,4 Prozent auf rund 15 Milliarden Franken gestiegen.

20min/Simon Glauser
Auf Platz zwei landet die Migros mit etwa 14 Milliarden Franken Umsatz und einem Zuwachs von 3 Prozent.

Auf Platz zwei landet die Migros mit etwa 14 Milliarden Franken Umsatz und einem Zuwachs von 3 Prozent.

20min/Michael Scherrer
Platz drei: Denner schafft es mit einem Umsatzzuwachs von 14,9 Prozent auf etwa 3,9 Milliarden Franken.

Platz drei: Denner schafft es mit einem Umsatzzuwachs von 14,9 Prozent auf etwa 3,9 Milliarden Franken.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

  • Der Schweizer Detailhandel ist in der Pandemie gewachsen.

  • So erzielte etwa Digitec Galaxus 2020 ein Umsatzwachstum von 56,4 Prozent.

  • Spitzenreiter bleiben aber Coop und Migros.

  • Durch die offenen Grenzen dürfte der Einkaufstourismus das Wachstum nun aber wieder abflachen.

Der Schweizer Detailhandel hat von der Corona-Krise profitiert: 2020 wuchs die Branche um 2,6 Prozent an. Damit liegt der gesamte Detailhandelsumsatz bei 99,1 Milliarden Franken. Das zeigen die neusten Zahlen des Marktforschungsinstituts Gfk.

Dabei haben die hiesigen Händler unterschiedlich stark von der Pandemie profitiert. So verzeichnet Coop den grössten Zuwachs mit 12,4 Prozent auf rund 15 Milliarden Franken Umsatz. Es handelt es sich um den Umsatz, der nur mit den Konsumenten erwirtschaftet wurde. Das heisst: Es wurden beispielsweise bei Coop nur die direkten Verkaufsstellen berücksichtigt, dazu gehören etwa Coop-Supermärkte, Coop-City oder Coop Pronto.

Auf Platz zwei schafft es die Migros mit etwa 14 Milliarden Franken Umsatz. Ikea hat es als einzige ausländische Firma unter die Top 10 der Umsatzstärksten Detailhändler geschafft. Digitec-Galaxus ist der einzige reine Onlinehändler in der Rangliste. Das Unternehmen erzielte 2020 ein Umsatzwachstum von 56,4 Prozent.

Wer sonst noch auf der Liste der erfolgreichsten Detailhändler steht, erfährst du in der Bildergalerie oben.

Sportmarkt stagniert und Fashion war negativ

Weil die Restaurants und die Grenzen für eine Weile geschlossen waren, gehört der Food-Markt zu den grossen Gewinnern. Die grossen Gewinner im Non-Food-Markt waren die Heimelektronik und Do-it-yourself-Produkte. Auch Wohnungseinrichtung und Spielwaren konnten Zuwächse verzeichnen. Nur der Sportmarkt stagnierte und Fashion war negativ, heisst es von Seiten des Gfk.

Mit den Lockerungen kehrt bei den Konsumentinnen und Konsumenten die Lust auf Erlebnisse zurück. So möchten inzwischen 75 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten wieder öfter in den stationären Handel gehen. Auf der anderen Seite sagt aber ein Drittel aller Befragten, dass sie in Zukunft Heimlieferungen intensiver nutzen möchten.

«Die Konsumentinnen und Konsumenten werden die meisten Gewohnheiten wieder aufnehmen»

Sandra Wöhlert, Geschäftsleiterin des Marktforschungsinstituts Gfk

Sandra Wöhlert, Geschäftsleiterin des Marktforschungsinstituts Gfk

Gfk

75 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten wollen wieder mehr vor Ort einkaufen. Wie geht es dann mit dem Onlinehandel weiter?

Sandra Wöhlert: Der Onlinehandel wird auch nach der Pandemie weiter wachsen. Es wird weiterhin ein sowohl als auch sein. Hier müsste man wie immer auch eine differenzierte Betrachtung der Märkte sehen, denn die Online-Anteile sind unterschiedlich, genauso auch das Wachstum.

Wie wird der Einkaufstourismus sich in Zukunft auf den hiesigen Handel auswirken?

Wir vermuten, dass die Konsumentinnen und Konsumenten die meisten ihrer Gewohnheiten vor der Pandemie letztendlich wieder aufnehmen werden und auch das sogenannte Cross-Border-Shopping wieder steigen wird. Insbesondere die Food- und Nearfood-Märkte haben hier von den Einschränkungen profitiert. Das realisierte Wachstum wird voraussichtlich etwas abflachen.

Können die Schweizer Händler etwas gegen diesen Trend unternehmen?

Man kann mit Regionalität, Nachhaltigkeit und Qualität dagegen halten. Auch zu bedenken ist, dass der grösste Onlinehändler hierzulande ein Schweizer Anbieter ist.

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