Sommerferien 2021 – Comparis vergleicht Covid-Reiseversicherungen
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Ferien wegen Covid storniertBei diesen Versicherungen bleiben Reisende auf ihren Kosten sitzen

Bald kommen die Sommerferien und viele wollen verreisen. Eine Analyse zeigt, welche Reiseversicherungen unerwartete Kosten wegen Covid übernehmen und welche nicht.

von
Leo Hurni
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Wer seine Ferien wegen Covid nicht antreten kann, bleibt oft auf Reisekosten sitzen, die nicht von der Versicherung übernommen werden. 

Wer seine Ferien wegen Covid nicht antreten kann, bleibt oft auf Reisekosten sitzen, die nicht von der Versicherung übernommen werden.

20min/Taddeo Cerletti
Eine Analyse von Comparis zeigt nun, welche Reiseversicherungen welche Kosten übernehmen – und welche nicht. 

Eine Analyse von Comparis zeigt nun, welche Reiseversicherungen welche Kosten übernehmen – und welche nicht.

20min/Michael Scherrer
Wer kurz vor Ferienbeginn an Covid erkrankt, muss sich zumindest keine Sorgen um seine Reisekosten machen. Dann übernehmen alle 13 untersuchten Versicherungen allfällige Kosten. 

Wer kurz vor Ferienbeginn an Covid erkrankt, muss sich zumindest keine Sorgen um seine Reisekosten machen. Dann übernehmen alle 13 untersuchten Versicherungen allfällige Kosten.

20min/Taddeo Cerletti

Darum gehts

  • Eine Analyse von Comparis zeigt, welche Versicherungen für annullierte Reisen wegen Corona aufkommen.

  • Je nach Situation und Anbieter gibt es grosse Unterschiede.

  • Auch die Preise für die Reiseversicherungen unterscheiden sich stark.

Wer kurz vor Ferienbeginn an Covid erkrankt, muss sich zumindest keine Sorgen um seine Reisekosten machen - sofern er eine Reiseversicherung abgeschlossen hat. Das zeigt eine Analyse von Comparis, in der 13 verschiedene Angebote verglichen wurden. Sie alle übernehmen in diesem Fall allfällige Kosten.

Anders sieht es aus, wenn man kurz vor Reiseantritt in Quarantäne gehen muss, weil man in Kontakt mit einer infizierten Person stand. Hier unterscheiden sich die Versicherungen bereits stark. Wer bei Axa, Mobiliar oder Vaudoise versichert ist, bleibt hier auf den Reisekosten sitzen, so Comparis.

Lockdowns teuer für Reisende

Wer Ferien in ein Land gebucht hat, welches in einen Lockdown geht, kann kaum auf eine Deckung der Kosten hoffen. Zwölf der von Comparis angefragten Versicherungen decken die Reiseannullation nicht, wenn die Ferienregion nach der Buchung einen Lockdown ohne Ausgangssperre verhängt. «Wer nicht mehr stornieren kann, muss also trotz der Einschränkungen am Ferienort in den Urlaub fahren oder in den sauren Apfel beissen und die Kosten selbst tragen», so Comparis.

Gibts im angepeilten Ferienland allerdings eine teilweise oder ganze Ausgangssperre und zusätzliche Schliessungen von Restaurants ausserhalb des Hotels, so übernehmen die Versicherungen Baloise und TCS die Reisekosten. Andere Versicherungen legen sich hier nicht fest.

Ferienland wird zum Risikoland

Für die Reisenden kann es ebenfalls mühsam werden, wenn das angepeilte Ferienland vom Bundesamt für Gesundheit auf die Quarantäneliste gesetzt wird, Grenzen geschlossen werden oder ein Lockdown in der Feriendestination eingeführt wird. In diesem Fall zeigen sich Axa, Hanse Merkur, die Mobiliar und Vaudoise knallhart, so Comparis. Die Reisenden bleiben bei ihnen auf den Mehrkosten sitzen.

Die Versicherungen Baloise, ERV, Helvetia, Smile Direct, der TCS und Zurich übernehmen in diesem Fall die Reisekosten. Allerdings gelten auch hier gewisse Einschränkungen, die nur im Kleingedruckten zu finden sind. «Viele Reiseversicherungen haben ihre Konditionen auf Corona angepasst. Doch die Versicherten dürfen nicht blind auf eine generelle Deckung vertrauen. Der Teufel steckt im Detail», warnt Comparis-Gesundheitsexperte Felix Schneuwly.

Knackpunkt Covid-Zertifikat

Ebenfalls mühsam kann es werden, wenn die Ferien wegen einer fehlenden Anerkennung des Covid-Zertifikats in Wasser fallen. Dann übernehmen nur vier der 13 untersuchten Versicherungen (Baloise, Helvetia, der TCS und Zurich) die Reisekosten. «Ferienwillige sollten sich unbedingt vor der Buchung oder zumindest innerhalb der Stornierungsfrist auf der Website des EDA oder der Aussenministerien der Reisedestination nach den Einreisebestimmungen erkundigen», empfiehlt Schneuwly.

Dabei spielt der Preis der Versicherung wohl aber auch eine grosse Rolle. Die Preisspanne der von Comparis untersuchten Basisversicherungen für einen weltweiten Schutz beträgt 57 Franken mit dem günstigsten Anbieter Helvetia (82,40 Franken) und dem teuersten TCS-ETI-Schutzbrief (139 Franken). Dementsprechend unterscheide sich aber auch das Angebot der Versicherung, so Comparis.

Comparis

Comparis vergleicht Tarife und Leistungen von Krankenkassen, Versicherungen, Banken sowie Telecom-Anbietern. Im Juni 2021 befragte das Unternehmen die Versicherungen Allianz, Axa, Baloise, Elvia, ERV, Hanse Merkur, Helvetia, Mobiliar, Smile, TCS, Vaudoise, VCS und Zurich zu ihren Versicherungsdeckungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Anpassungen beispielsweise bezüglich des spätesten Reiseantritts können sich jederzeit ändern.

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