23.06.2017 05:45

VerkehrsstatistikBei dieser Grafik wird es jedem Autofahrer schlecht

Autofahrer steckten 2016 so lange im Stau wie noch nie. Die Staustunden dürften weiter steigen.

von
asc
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Das Bundesamt für Strassen hat Statistiken zum Verkehr in der Schweiz veröffentlicht. Auf dieser Karte ist zu sehen, wo insgesamt die meisten Fahrzeuge durchfahren.

Das Bundesamt für Strassen hat Statistiken zum Verkehr in der Schweiz veröffentlicht. Auf dieser Karte ist zu sehen, wo insgesamt die meisten Fahrzeuge durchfahren.

Bei der Nordumfahrung Zürich-Winterthur gibt es fast täglich Stau. An 355 Tagen im Jahr staut sich hier der Verkehr.

Bei der Nordumfahrung Zürich-Winterthur gibt es fast täglich Stau. An 355 Tagen im Jahr staut sich hier der Verkehr.

Keystone/Gaetan Bally
Fast genauso schlimm ist es beim Gubristtunnel: Hier gibt es an 354 Tagen Stau.

Fast genauso schlimm ist es beim Gubristtunnel: Hier gibt es an 354 Tagen Stau.

Keystone/Gaetan Bally

24'066 Stunden standen Autofahrer in der Schweiz im Stau. So viel wie noch nie. Noch vor fünf Jahren waren es etwa 5000 Stunden weniger gewesen. Das zeigen die neusten Zahlen des Bundesamts für Strassen (Astra). Hauptgrund für die Entwicklung ist die Verkehrsüberlastung. Die der Fahrzeuge auf den Strassen nimmt stetig zu.

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Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Staustunden um 5,4 Prozent gestiegen. Der grösste Teils der Staus, nämlich 88 Prozent wurde durch Verkehrsüberlastung ausgelöst.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Staustunden um 5,4 Prozent gestiegen. Der grösste Teils der Staus, nämlich 88 Prozent wurde durch Verkehrsüberlastung ausgelöst.

Zu nahes Aufschliessen auf den Strassen ist ein Problem: Es ist die häufigste Ursache für Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen.

Zu nahes Aufschliessen auf den Strassen ist ein Problem: Es ist die häufigste Ursache für Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen.

Der Auffahrunfall ist auch die häufigste Unfallart.

Der Auffahrunfall ist auch die häufigste Unfallart.

Das Astra ergreife laufend Massnahmen dagegen, erklärt Sprecher Thomas Rohrbach. Baustellen würden zu verkehrsarmen Zeiten durchgeführt, Pannenstreifen bei Bedarf genutzt. Dank Leitsystemen werde die Geschwindigkeit auf der Autobahn reduziert. «Dadurch kann in Stosszeiten ein Teil der Belastung abgefangen werden», sagt Rohrbach. Beispielsweise gelang es, mit solchen Massnahmen rund um Zürich die Zahlen etwas zu stabilisieren. Der aktuell laufende Ausbau der Nordumfahrung wird ebenfalls helfen.

Stau dürfte weiter zunehmen

Doch allen Bemühungen zum Trotz: Dass der Stau in naher Zukunft zurückgehen wird, ist unwahrscheinlich. Alle fünf Jahre steigt die Zahl der Fahrzeuge auf den Strasse um zehn Prozent.

«Verkehrsverhältnisse wie in der 60er-Jahren werden wir wohl nie mehr haben», so Rohrbach. Das Ziel des Astra sei nun, dass sich die Situation nicht verschlimmert. Man wolle dazu kritische Stellen entlasten.

Mittelfristig könnte die Digitalisierung das Stauproblem entschärfen. «Selbstfahrende Autos könnten mit kleineren Abständen fahren. Ausserdem fiele der Faktor Mensch weg: Ein Computer wechselt nicht ständig ungeduldig die Fahrspur», sagt Rohrbach.

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