Aktualisiert 24.02.2020 12:59

Ella Rumpf

«In letzter Zeit war ich oft in Zürich»

Die Schauspielerin Ella Rumpf (25) wird an der Berlinale als European Shooting Star ausgezeichnet. Bald mischt die Zürcherin das US-Fernsehen auf.

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cat
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Im Herbst 2014 nahm die Karriere von Ella Rumpf ihren Anfang. Im Schweizer Drama «Chrieg» beeindruckte sie als schwererziehbare Jugendliche (im Bild links). Nachdem der Film in San Sebastian und am Zurich Film Festival Premiere feierte und im Frühjahr darauf ins Kino kam, waren sich die Kritiker einig: Aus der wird was!

Im Herbst 2014 nahm die Karriere von Ella Rumpf ihren Anfang. Im Schweizer Drama «Chrieg» beeindruckte sie als schwererziehbare Jugendliche (im Bild links). Nachdem der Film in San Sebastian und am Zurich Film Festival Premiere feierte und im Frühjahr darauf ins Kino kam, waren sich die Kritiker einig: Aus der wird was!

Outside the Box
Nachdem sie 2017 «Tiger Girl» an der  Berlinale zeigen durfte, waren auch die deutschen Filmschaffenden vom Talent der Zürcherin überzeugt.

Nachdem sie 2017 «Tiger Girl» an der Berlinale zeigen durfte, waren auch die deutschen Filmschaffenden vom Talent der Zürcherin überzeugt.

Pathé
Weil Ella in Paris geboren und dank ihrer Mama zweisprachig aufgewachsen ist, dreht sie auch Kinofilme in Frankreich. Zum Beispiel den Arthouse-Schocker «Grave» von Julia Ducournau.

Weil Ella in Paris geboren und dank ihrer Mama zweisprachig aufgewachsen ist, dreht sie auch Kinofilme in Frankreich. Zum Beispiel den Arthouse-Schocker «Grave» von Julia Ducournau.

Petit Film

Du wirst als European Shooting Star geehrt, das waren vor dir schon Alicia Vikander und Daniel Craig. Was bedeutet dir das?

Erstmal ist es eine coole Anerkennung. Es gibt mir Energie, weiterzumachen. Man sagt ja immer, dass so Sachen nicht wichtig sind. Aber gerade macht es mir Spass.

Vor zwei Jahren war Luna Wedler Shooting-Star. Hast du dir bei ihr Tipps geholt?

Wir haben uns kürzlich gesehen und darüber gesprochen. Sie meinte ich soll es entspannt angehen und hat mich vorgewarnt, dass ein riesiger Marathon mit vielen Terminen und Interviews auf mich zukommt.

Du hat gerade eine Rolle in einer amerikanischen HBO-Serie gelandet. Wie hast du das geschafft?

Ich musste eine Szene auswendig lernen, mich zu Hause selber filmen und das ganze dann abschicken. Zwei Tage später habe ich dann mit Produzent Michael Mann geskypt.

Wie war das? Der Mann ist eine Hollywoodlegende.

Ich war sicher nicht nervös, nein, nein (lacht). Aber am Schluss ist er ja auch nur ein Mensch wie jeder andere.

Was darfst du über «Tokyo Vice» schon verraten?

Nicht viel. Ausser dass ich eine Hostess in Tokio spiele und Ansel Elgort die Hauptrolle spielt.

Im März startet ausserdem deine Netflix-Serie «Freud». Wie fühlt sich das an, dass Menschen auf der ganzen Welt dein Gesicht kennen werden?

Sehr scary! Das ist ja immer eine intime Angelegenheit. Man weiss nicht, ob die Leute mögen, was man macht, und das ist einem ja doch nicht komplett egal. Ich werde in der Zeit einfach nichts aufs Handy schauen.

Du lebst in Paris. Kommst du noch oft in die Schweiz?

Das ist phasenweise unterschiedlich. In letzter Zeit war ich oft da. In den nächsten Monaten wird es schwierig, weil ich für die Arbeit unterwegs bin.

Hast du es geschafft, alte Freundschaften zu bewahren?

Um Freundschaften muss man sich immer kümmern. Mit manchen Leuten ist es einfacher als mit anderen. Ich versuche, meine Freunde so oft es geht zu sehen. Das sind die Menschen, die mich am meisten unterstützen. Meine älteste Freundin zum Beispiel, mit der ich schon so viel durchgemacht habe. Ihr geht es nicht um die Schauspielerei oder was damit einhergeht, sondern einfach um mich als Mensch.

Du arbeitest sehr viel. Wie belohnst du dich?

Ich bin nicht so die krasse Geldausgeberin. Ich brauche keine Weltreise. Ich bin ja für den Job schon genug unterwegs. Mich zu belohnen, heisst für mich, Zeit mit meinen Leuten zu verbringen.

Du postest eher unregelmässig auf Insta. Kein Fan?

Ich bin tatsächlich kein crazy Insta-Fan und versuche wenig Zeit auf der Plattform zu verbingen. Bei dem Wettrennen um Follower und Likes will ich einfach nicht mitmachen. Soziale Medien sollen nicht mein Leben bestimmen.

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