Aus der Nachbarschaft - Bei «filmreifer» Verfolgungsjagd der Polizei stirbt ein Reh
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Aus der NachbarschaftBei «filmreifer» Verfolgungsjagd der Polizei stirbt ein Reh

Am Mittwochabend verfolgte die Polizei bei Friedrichshafen (D) einen 28-Jährigen in einem Mercedes AMG. Es kam zu einer gefährlichen Verfolgungsjagd. Ein Streifenwagen kollidierte mit einem Reh.

von
Adriel Monostori

Darum gehts

  • Die Polizei verfolgte am Mittwochabend in Friedrichshafen (D) einen Mann in einem Mercedes AMG.

  • Dieser flüchtete mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit, als er die Polizei erblickte.

  • Bei der Verfolgungsjagd touchierte ein Streifenwagen ein Reh, das gerade die Strasse überquerte.

  • Gegen den 28-jährigen Fahrer wird noch ermittelt.

Eine Patrouille des Polizeireviers Friedrichshafen war am Mittwochabend gegen 23.30 Uhr in Friedrichshafen (D) auf einen Fahrer eines Mercedes AMG aufmerksam geworden, als dieser dort durch die Strassen driftete. Beim Erblicken der Polizei flüchtete er mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch das Wohngebiet und missachtete in der Folge jegliche Aufforderungen der Polizei anzuhalten. «Auch einer zweiten Patrouille gelang es nicht, den völlig rücksichtslos fahrenden 28-Jährigen zu stoppen», heisst es in einer Mitteilung des zuständigen Polizeipräsidiums Ravensburg zur «filmreifen» Verfolgungsjagd.

Als der Lenker an einer unübersichtlichen Kurve ein unbeteiligtes Auto überholte, habe eine entgegenkommende Person am Steuer bis zum Stillstand abbremsen müssen, um eine Frontalkollision zu verhindern. «Immer wieder übertritt der Mann mit seinem Auto die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich, teilweise sogar weit im dreistelligen Geschwindigkeitsbereich», so die Polizei. Trotz zahlreicher Einsatzkräfte von benachbarten Polizeirevieren gelang dem 28-Jährigen die Flucht.

Während der Fahrt kollidierte eine Patrouille der Polizei mit einem Reh, das die Strasse überquerte. Die Personen im polizeilichen Dienst blieben bei dem Unfall unverletzt. Das Tier verstarb jedoch. Der Schaden am Fahrzeug belaufe sich auf knapp 9000 Franken. Ein weiteres Polizeifahrzeug touchierte bei der Verfolgung ein Verkehrsschild, wodurch ebenfalls Sachschaden im vierstelligen Franken-Bereich entstanden sei.

Fahrer konnte zweifelsfrei identifiziert werden

«Einer Polizeipatrouille gelang es während der Verfolgung kurzzeitig Sichtkontakt zum Fahrer herzustellen und diesen aufgrund vergangener polizeilicher Ereignisse zweifelsfrei zu identifizieren», heisst es in der Medienmitteilung. Er konnte bislang nicht angetroffen werden. Wer die Mitfahrerin war, die während der gesamten Flucht auf dem Beifahrersitz sass, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden.

Die Verkehrspolizeiinspektion Ravensburg hat die Ermittlungen übernommen und bittet nun Personen, denen der Mercedes AMG aufgefallen ist oder Verkehrsteilnehmer, die durch die gefährliche Fahrweise behindert oder gefährdet wurden, sich unter der Telefonnummer +49 751 803 5333 zu melden. Insbesondere die beiden Autofahrer, die im Bereich der Raderacher Strasse in Friedrichshafen unterwegs waren und die Frau auf dem Beifahrersitz des Mercedes, sollen sich bei der Polizei melden.

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