Halbjahresbilanz: Bei GC macht sich das Matchblatt von allein
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HalbjahresbilanzBei GC macht sich das Matchblatt von allein

Pierluigi Tami beklagt fehlenden Konkurrenzkampf und würde sich, hätte er einen Wunsch frei, zwei neue Spieler für die Rückrunde wünschen.

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ete

GC-Trainer Pierluigi Tami zieht eine positive Vorrundenbilanz. (Video: 20 Minuten)

Sein Gefühl hat ihn nicht getäuscht. Pierluigi Tami hat gespürt, dass es eine komplizierte Vorrunde für GC werden kann. Und es war über weite Phasen das erwartet schwierige Halbjahr für die Hoppers. Bis zum 13. Spieltag war GC im Abstiegskampf involviert und konnte sich erst in den letzten fünf Runden mit leichtem Aufwärtstrend vom Tabellenkeller absetzen. Zur Halbzeit der Meisterschaft belegt GC mit 22 Punkten Rang 5. Das Punkte-Polster auf Vaduz und auf den letzten Platz beträgt zur Winterpause sechs Zähler.

GC-Trainer Pierluigi ist «zufrieden». Zumindest, wenn es rein nur um die Zahlen der ersten Saisonhälfte geht. Tami: «Wir haben mit 32 Gegentoren gleich viele Treffer kassiert wie letzte Saison. Aber wir haben 20 Tore weniger geschossen, was bedeutet, dass wir gegenüber der Vorsaison elf Punkte weniger haben.»

Nicht bereit für die Doppelbelastung

Das Problem zu Beginn der Saison sei gewesen, dass GC nicht für zwei Wettbewerbe, Europacupqualifikation und Meisterschaft, bereit gewesen sei. Die neuen Spieler seien spät gekommen, ohne Vorbereitung und hätten länger gebraucht, bis sie die Form gefunden hätten. Das andere Handicap sei das schmale Kader gewesen. «Viele Spieler mussten spielen, obwohl sie nicht in Form waren. «Die schwierigste Phase Ende Oktober und Anfang November hat die Mannschaft aber gut verarbeitet. Die Entwicklung ist positiv», so Tami.

Wenn GC in der Rückrunde aber zulegen will, braucht es mehr Konkurrenz im Kader. «Ich musste mir an keinem Wochenende überlegen, welche 18 Spieler ich auf das Matchblatt nehme», sagt Tami. Die Liste habe sich praktisch von allein gemacht. Konkurrenz wäre wichtig. «Die Spieler müssen spüren, dass man sich den Platz auf dem Matchblatt zu verdienen hat», sagt der Tessiner.

Nur theoretische Wünsche

«Zwei Spieler mehr würde das Kader gut vertragen», sagt Tami, wenn er einen Wunsch frei hätte. Wohlwissend, dass seinem Wunsch nur die Vereinsleitung und Sportchef Manuel Huber entsprechen können und seine Wünsche eher theoretischer Natur sind. Denn die GC-Kassen sind fast leer. Betreffend Verstärkung und neuem Personal haben Huber und Verwaltungsrat Georges Perego schon Ende Oktober im noblen Clublokal am Paradeplatz klar Stellung bezogen. «Eher nein», hiess es da zu möglichen Einkäufen im Winter.

Für die Rückrunde bedeutet das für Tami wohl: Sudoku bleibt anspruchsvoller, als das Matchblatt vom Spieltag auszufüllen.

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