Bei General Motors drohen Streiks
Aktualisiert

Bei General Motors drohen Streiks

Beim Opel-Mutterkonzern General Motors droht ein Streik. Die amerikanische Autoarbeitergewerkschaft UAW kündigte Arbeitsniederlegungen an, sollte bis Montag 17.00 Uhr (MESZ) kein Durchbruch bei den Tarifverhandlungen erzielt sein.

General Motors erklärte in Detroit, die Verhandlungen seien sehr kompliziert. Man arbeite mit der Gewerkschaft an einem Vertrag, der die «schwierigen Fragen der Arbeitsplatzsicherheit und der langfristigen Lebensfähigkeit des Unternehmens» regeln solle. Der Tarifvertrag war bereits am 14. September abgelaufen; die UAW verlängert ihn seitdem auf stündlicher Basis.

UAW-Präsident Ron Gettelfinger zeigte sich nach den 20-tägigen bisher ergebnislosen Verhandlungen verärgert: «Wir sind enttäuscht und schockiert, dass GM nicht anerkennt, was die Gewerkschaftsmitglieder in den vergangenen vier Jahren zu der Unternehmensentwicklung beigetragen haben». Gettelfinger machte keine Angaben zu den Forderungen der Arbeitnehmervertretung. Allgemein wird davon ausgegangen, dass die UAW Produktionsgarantien für die US-Werke fordert.

UAW-Verhandlungsführer Cal Rapson kritisierte, das GM-Topmanagement habe sich auch in diesem Jahr wieder Bonuszahlungen genehmigt, von den Beschäftigten werde dagegen erwartet, dass sie einen Rückgang beim Lebensstandard hinnähmen. «Die Missachtung der Interessen der Beschäftigten durch das Unternehmen hat unsere Verhandlungskommission zu dem harten Vorgehen gezwungen», erklärte Rapson. (dapd)

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