Schiff lag in zwei Metern Tiefe – Bei Hochwasser gesunkenes Ausflugsboot aus der Ruhr geborgen
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Schiff lag in zwei Metern TiefeBei Hochwasser gesunkenes Ausflugsboot aus der Ruhr geborgen

Bei der Flutkatastrophe im Juli wurde das 88 Jahre alte Ausflugsschiff Moornixe von einem treibenden Baum mitgerissen und versank in der Ruhr. Nun wurde das 17 Meter lange Boot geborgen.

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Die versunkene Moornixe wurde mit sogenannten Lufthebern an die Oberfläche gebracht.

Die versunkene Moornixe wurde mit sogenannten Lufthebern an die Oberfläche gebracht.

Federico Gambarini/DPA
Das Schiff hatte zwar seine Aufbauten verloren, doch der Rumpf war weitgehend intakt.

Das Schiff hatte zwar seine Aufbauten verloren, doch der Rumpf war weitgehend intakt.

Federico Gambarini/DPA
Die Bergung kostete rund 100’000 Euro und war von den Behörden auch aus Umweltschutzgründen angeordnet worden.

Die Bergung kostete rund 100’000 Euro und war von den Behörden auch aus Umweltschutzgründen angeordnet worden.

Federico Gambarini/DPA

Darum gehts

  • Bei der Überschwemmung vom Juli in Deutschland versank ein altes Ausflugsschiff in der Ruhr.

  • Am Donnerstag wurde es nun im Beisein der Feuerwehr geborgen.

  • Die Bergungsaktion war von langer Hand vorbereitet.

Das bei der Flutkatastrophe im Juli gesunkene Fahrgastschiff Moornixe ist am Donnerstag in Mülheim aus der Ruhr geborgen worden. Bereits am Mittag trieb das rund 17 Meter lange Stahlschiff wieder an der Wasseroberfläche und wurde zum Abschleppen vertäut, wie ein Sprecher der Mülheimer Feuerwehr sagte. «Es läuft alles nach Plan», fügte er hinzu.

Im Einsatz waren demnach rund 20 Kräfte der Feuerwehr und zehn Mitarbeiter einer Bergungsfirma mit insgesamt vier Booten. Die Hauptaufgabe der Feuerwehr war es dem Sprecher zufolge, Umweltschäden durch austretenden Treibstoff zu verhindern. Dazu sollte das geborgene Stahlschiff zunächst an einen sicheren Ort geschleppt werden, um Treibstoff und Öl auszupumpen. Danach sollte das Boot mit einem 250-Tonnen-Kran aus dem Wasser gehoben werden.

Die aufwändige Bergung war seit Montag vorbereitet worden. Unter anderem hatten Taucher sogenannte Luftheber an dem versunkenen Schiff angebracht. Rund um die Fundstelle brachte die Feuerwehr zudem schwimmende, sogenannte Ölschlängel ins Wasser, um eine etwaige Ausbreitung von Öl zu verhindern. Zunächst seien allerdings keine Schadstoffe ausgetreten.

Von treibendem Baum mitgerissen und gesunken

Die Moornixe war bei der Flut am 15. Juli von einem treibenden Baum mitgerissen und durch ein geöffnetes Stauwehr gezogen worden. Einen Monat später ortete die Feuerwehr das Schiff mithilfe einer Drohne 150 Meter flussabwärts des Wehrs auf dem Grund. Das Schiff befand sich direkt am Ruhrufer in eineinhalb bis zwei Metern Tiefe.

Der Rumpf des Schiffs wurde bei dem Unglück zwar nicht beschädigt, allerdings wurden einige Aufbauten abgerissen. Die Kosten für die Bergung der Moornixe belaufen sich nach Angaben des Eigentümers auf rund 100’000 Euro. Die Moornixe lief vor 88 Jahren vom Stapel und wurde 1933 als erstes Schiff der Weissen Flotte Baldeney auf dem Baldeneysee eingesetzt. Sie bietet hundert Fahrgästen Platz. Auf der Webseite des Vereins, dem die Moornixe gehört, werden nun Spenden gesammelt.

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(trx)

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