Omikron-Variante: Viruslast «wahnsinnig hoch» bei Infizierten aus Hongkong
Aktualisiert

B.1.1.529Bei Hongkonger Omikron-Infizierten ist die Viruslast «wahnsinnig hoch»

Ein Reisender aus Südafrika schleppte die neue Corona-Variante B.1.1.529 nach Hongkong ein. Im gleichen Quarantäne-Hotel wurde ein weiterer Mann infiziert. Die beiden vollständig Geimpften weisen eine ungewöhnlich starke Viruslast auf.

Omikron-Variante macht der WHO Sorgen.

Darum gehts

  • Ein Mann schleppte die Omikron-Variante aus Südafrika nach Hongkong ein.

  • Dort soll er trotz strenger Isolation einen weiteren Mann angesteckt haben.

  • Epidemiologe Eric Feigl-Ding befürchtet, dass die Variante dem Impfschutz entgehen könnte.

Die zwei bestätigten Omikron-Infizierten in Hongkong weisen offenbar eine sehr schnell ansteigende Viruslast auf. Die PCR-Tests der zwei Männer, die wenige Tage zuvor noch negativ ausfielen, enthielten einen Ct-Wert von 18 und 19. «Das ist wahnsinnig hoch, insbesondere wenn man bedenkt, dass die zwei bei den letzten PCR-Tests noch negativ waren», schreibt der Epidemiologe Eric Feigl-Ding, der lange Zeit an der Universität Harvard forschte. Es sehe so aus, als ob die Variante dem Impfschutz tatsächlich entgehen könnte, so Feigl-Ding weiter. Die beiden Infizierten sind beide vollständig mit dem Vakzin von Pfizer/Biontech geimpft.

Laut Angaben der Hongkonger Regierung wurde die Omikron-Variante des Coronavirus von einem Reisenden aus Südafrika eingeschleppt, der sich seit seiner Ankunft am 11. November in einem Quarantäne-Hotel befand. Am 13. November wurde er dann positiv getestet.

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Ein Mann wurde in Hongkong am 18. November während seines vierten PCR-Tests positiv getestet.

Ein Mann wurde in Hongkong am 18. November während seines vierten PCR-Tests positiv getestet.

REUTERS
Der Mann war aus Südafrika eingereist, wo die neue Omikron-Variante erstmals aufgetaucht ist.

Der Mann war aus Südafrika eingereist, wo die neue Omikron-Variante erstmals aufgetaucht ist.

via REUTERS
In Hongkong steckte der Betroffene in einem Quarantäne-Hotel mustmasslich einen 60-Jährigen an.

In Hongkong steckte der Betroffene in einem Quarantäne-Hotel mustmasslich einen 60-Jährigen an.

AFP

Ansteckung trotz strenger Isolation vermutet

Es wird davon ausgegangen, dass der Mann trotz strenger Isolation einen 60-Jährigen im gegenüberliegenden Zimmer des Quarantäne-Hotels angesteckt hat. Dieser wurde am 18. November während seines vierten PCR-Tests positiv getestet. In beiden Fällen wurde bei einer späteren Genomsequenzierung deutlich, dass sie sich mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert hatten.

Einer Stellungnahme der Hongkonger Regierung zufolge soll der Einreisende aus Südafrika möglicherweise keinen ausreichenden Mundschutz getragen haben, als er seine Hoteltür beim Entgegennehmen von Essensbestellungen geöffnet habe. Dies sei womöglich der Grund für die Infektion trotz Quarantäne-Isolation.

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(DPA/job)

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