Studie : Bei Liebeskummer hilft auch Kochsalz
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Studie Bei Liebeskummer hilft auch Kochsalz

Auch der heftigste Trennungsschmerz lässt sich ganz leicht lindern. Wie? Das haben US-Forscher herausgefunden.

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Scheiden tut weh, besonders in der Liebe.

Scheiden tut weh, besonders in der Liebe.

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Doch der Trennungsschmerz lässt sich lindern – und zwar mithilfe von Suggestion ...

Doch der Trennungsschmerz lässt sich lindern – und zwar mithilfe von Suggestion ...

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... und Kochsalz. Das haben Forscher der University of Colorado in einer im «Journal of Neuroscience» erschienenen Studie nachgewiesen.

... und Kochsalz. Das haben Forscher der University of Colorado in einer im «Journal of Neuroscience» erschienenen Studie nachgewiesen.

iStock/Vicheslav

Hat der oder die Liebste für immer Lebewohl gesagt, wiegt das Herz schwer. Und nichts hilft, die Situation besser werden zu lassen. Davon sind die Betroffenen fest überzeugt.

Stimmt nicht, sagen Forscher der University of Colorado. Denn Suggestion kann den seelischen Schmerz lindern, wie sie im «Journal of Neuroscience» berichten.

Trauernde Probanden

Für die Studie hat das Team um Leonie Koban 40 Frauen und Männer, die kurz zuvor von ihrem Partner verlassen worden waren, zum Gehirnscan antreten lassen.

Dabei wurden den Probanden zweierlei Arten von Schmerz zugefügt: körperlicher durch einen Hitzereiz am Unterarm, seelischer durch ein Foto ihres Ex-Partners. Dabei zeigte sich, dass beide Varianten ganz ähnliche Gehirnregionen aktivierten.

Opioide und Dopamin

Anschliessend wurde allen Teilnehmern ein Placebo in Form eines Nasensprays gereicht. Die eine Hälfte wurde wahrheitsgemäss über den Inhalt – eine Kochsalzlösung – informiert. Den anderen wurde dagegen suggeriert, sie würden ein «wirkungsvolles Analgetikum gegen emotionalen Schmerz» inhalieren.

Ein weiterer Gehirnscan offenbarte, dass die Suggestion fruchtbar war: Die Sitzengelassenen, die dachten, sie hätten nicht bloss Kochsalz, sondern ein echtes Medikament benutzt, empfanden beim Anblick ihres oder ihrer Ex weniger Trauer als noch zuvor.

Die Veränderung war auch im Gehirn zu sehen: Bei ihnen wurden insbesondere der dorsolaterale präfrontale Kortex, der Gefühlsaufwallungen herunterregulieren kann, sowie das periaquäduktale Grau, das uns schmerzlindernde körpereigene Opioide und stimmungsaufhellendes Dopamin verabreichen kann, aktiviert.

Damit haben Koban und ihre Kollegen nachgewiesen, dass Placebos, zum Beispiel aus gewöhnlichem Salz, nicht nur körperlichen, sondern auch seelischen Schmerz lindern.

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