St. Gallen: «Bei schönem Wetter steht die Polizei natürlich bereit»
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St. Gallen«Bei schönem Wetter steht die Polizei natürlich bereit»

Am Wochenende hat die Kantonspolizei St. Gallen an mehreren Orten Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. 24 Anzeigen wurden ausgesprochen. Auf Social Media sorgt das Vorgehen für Kritik.

von
Tabea Waser
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Über das Wochenende (20.02.2021 / 21.02.2021) hat die Kantonspolizei St. Gallen an mehreren Orten im Kanton Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. 24 Verkehrsteilnehmer wurden angezeigt. 

Über das Wochenende (20.02.2021 / 21.02.2021) hat die Kantonspolizei St. Gallen an mehreren Orten im Kanton Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. 24 Verkehrsteilnehmer wurden angezeigt.

Symbolbild Kapo SG
Am Sonntag (21.02.2021), kurz vor 14.30 Uhr, ist ein 64-jähriger Mann auf der Hauptstrasse in Necker SG mit seinem Motorrad gestürzt. 

Am Sonntag (21.02.2021), kurz vor 14.30 Uhr, ist ein 64-jähriger Mann auf der Hauptstrasse in Necker SG mit seinem Motorrad gestürzt.

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Er wurde unbestimmt verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

Er wurde unbestimmt verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Darum gehts

  • Das Frühlingswetter lockte am Wochenende zahlreiche Menschen nach draussen.

  • Darunter waren auch zahlreiche Zweiradlenker.

  • Auch die Kapo SG war unterwegs und führte Geschwindigkeitskontrollen durch.

  • Auf Social Media kommt das nicht überall gut an.

  • In der Ostschweiz kam es am Wochenende aber auch zu mehreren Unfällen, bei denen Zweiradfahrer involviert waren.

Sowohl am Samstag- wie auch am Sonntagnachmittag wurden in Altstätten auf der Stossstrasse Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, schreibt die Kantonspolizei St. Gallen am Montag in einer Mitteilung. Dabei wurden zwölf Motorräder und zwei Autos mit einer Geschwindigkeit von 107 km/h und mehr, bei erlaubten 80 km/h gemessen. Die drei höchsten Messungen wurden bei zwei Motorrädern mit 132 km/h respektive 131 km/h und bei einem überholenden Auto mit 124 km/h gemessen.

Besonders aufgefallen ist der Polizei ein Motorrad, das an beiden Messtagen nur auf einem Rad mit überhöhter Geschwindigkeit die Messstelle passierte. Am Samstag wurde der Lenker mit 109 km/h und am Sonntag mit 118 km/h gemessen.

Busse auf sicher

In Gams wurden zwei Autos mit 75 km/h und 72 km/h bei erlaubten 50 km/h gemessen. In Zuzwil ergaben die Messungen von zwei Autos Geschwindigkeit von 111 km/h und 119 km/h bei erlaubten 80 km/h. Ein Motorrad wurde mit 105 km/h gemessen.

In Staad stellte das Messgerät bei zwei Motorrädern Geschwindigkeiten von 107 km/h und 115 km/h fest. Signalisiert waren 80 km/h. Ein Auto konnte mit 116 km/h gemessen werden. Und schliesslich konnte im Ausserortsbereich von Wittenbach ein Auto mit 117 km/h und in Ricken eines mit 106 km/h bei erlaubten 80 km/h gemessen werden.

All diese Lenker müssen sich nun vor der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen verantworten. Nebst einer Busse müssen sie allenfalls mit administrativen Massnahmen, wie einem Entzug des Fahrausweises oder der Androhung dazu, rechnen.

«Hauptsache Staatskasse aufbessern»

Auf Social Media wird nebst Kommentaren wie «richtig so» und «Saison der Vollidioten hat begonnen» auch Kritik an der Polizei laut. «Beginnt das schöne Wetter, steht die Polizei natürlich wieder draussen. Hauptsache Staatskasse aufbessern», schreibt ein User. Ein anderer kommentiert: «Jetzt beginnt wieder die Saison mit Radars.» Ein weiterer antwortet darauf: «Wer gestern zu schnell unterwegs war bei den beliebten Strecken, wollte wohl seinen Fahrausweis abgeben.» Es wisse doch jeder, dass am ersten warmen Wochenende Geschwindigkeitskontrollen stattfinden.

Für Hanspeter Krüsi, Leiter Kommunikation der Kantonspolizei St. Gallen, ist die Sache klar: «Ans Tempolimit halten muss man sich unabhängig vom Wetter. Und wer sich daran hält, hat auch nichts zu befürchten.» Die Kritik an den Geschwindigkeitskontrollen der Polizei sei ein leidiges Thema und die Meinungen darüber ohnehin gemacht. Dabei könnte die Sache ziemlich einfach sein, wenn sich jeder an die Regeln halte und das Gesetz befolge.

Zahlreiche Unfälle

In der Ostschweiz kam es am Wochenende auch zu zahlreichen Unfällen, bei denen Zweiradlenker involviert waren. Darunter ein 27-Jähriger, der am Samstagnachmittag auf der Strossstrasse in Altstätten SG mit seinem Motorrad von der Fahrbahn abkam und stürzte. Er zog sich dabei unbestimmte Verletzungen zu und wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

In Necker SG ist ein 64-jähriger Mann auf der Hauptstrasse mit seinem Motorrad gestürzt. Der Mann geriet in einer Linkskurve über den rechten Fahrbahnrand hinaus und touchierte einen Randpfosten. In der Folge stürzte er und wurde dabei unbestimmt verletzt. Er wurde von einem Notarzt erstversorgt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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196 Kommentare
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R.Simecek

23.02.2021, 13:13

Angepasste Geschwindiglkeit = keine Probleme...eigentlich ganz einfach ;-)

Beuteschweizer

23.02.2021, 12:34

Ist irgendwie logisch. Bei schönem Wetter wird ja auch mehr gerast.

drg

23.02.2021, 09:35

Hand aufs Herz: wer würde die Kästen denn nicht dort aufstellen, wo sie richtig Geld abwerfen? Ende 50 gilt nunmal ab der Tafel und nicht davor. Wenn das täglich mehrere Dutzend Fahrer nicht begreifen sollen sie halt zahlen. Die Meisten von uns schaffen es ja auch irgendwie, sich trotz tollem Wetter und freier Strecke ein paar Sekunden später aufs Gas- resp. ein bisschen früher aufs Bremspedal zu drücken