Zid - Bei seinem allerersten Konzert war plötzlich die komplette Musik weg
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ZidBei seinem allerersten Konzert war plötzlich die komplette Musik weg

Der Zürcher Severin Häne aka Zid ist unser Best Crushing Newcomer im Juni. Damit hat der 80s-Mundartpopper die Chance auf einen Swiss Music Award.

von
Schimun Krausz

Zid, worauf bist du als Musiker besonders stolz?

M. Kall/S. Krausz

Best Crushing Newcomer Juni 2021

  • Name: Zid (auf seiner ID steht jedoch Severin Häne, warum auch immer)

  • Aus: Zürich

  • Alter: 29

  • Macht: Mundartpop in der 80s-Disco

  • Gibts auf: Instagram / Youtube / Spotify

Er war früh dran

Als er fünf war, hat Sevi mit dem Schlagzeugspielen begonnen, mit 16 kamen das Auflegen und das Produzieren hinzu und schliesslich das Singen. «Das war durchaus mit Unsicherheiten verbunden», erzählt er, «aber es gab ja Gott sei Dank Auto-Tune.» Dessen Einsatz reduzierte er mit den Jahren, bis er fand: «Es geht auch ohne und klingt sogar richtig gut.» So entwickelte der Zürcher die nötige Sicherheit, um im Studio und auf der Bühne zu singen.

20 Minuten x Swiss Music Awards

Was ist der Best Crushing Newcomer?

20 Minuten hat die Kategorie Best Breaking Act der Swiss Music Awards (SMA) übernommen und zum Best Crushing Newcomer (BCN) weiterentwickelt. Pro Jahr erklären wir zusammen mit den SMA und der GfK (erheben die Charts) sieben bis acht Schweizer Nachwuchs-Acts zu unseren BCN und hypen sie jeweils während eines Monats auf allen 20-Minuten-Kanälen. Und einer von ihnen gewinnt Anfang nächstes Jahr schliesslich den SMA in der Kategorie Best Crushing Newcomer.

Er schwört auf Mundart

Und zwar singt Zid auf Mundart. «Damit kann ich genau das ausdrücken, was ich denke», sagt er zu 20 Minuten, «ich denke nicht auf Englisch, darum könnte ich auf Englisch auch nicht so texten, wie ich denke. Auf Mundart texten finde ich das Geilste.» Wobei sich der 29-Jährige bewusst ist, dass das Klangbild seine Tücken hat: «Rein von der Silbenaufteilung und den Wortlauten her ist Mundart eine weniger geschmeidige Sprache – die krassen Laute wie ‹ch› oder ‹sss› können schon happig sein.»

Er trat direkt vor 2000 Leuten auf

Ungleich happiger war seine Live-Premiere vor zweieinhalb Jahren – als Support von Bligg. «Der Bass hat meinen Laptop, von dem die ganze Musik kam, vom Ständer runtervibriert. Er klappte zu und auf einen Schlag war nichts mehr zu hören – bei meinem ersten Auftritt vor knapp 2000 Leuten.» Am nächsten Tag hat er den Computer mit Gaffa-Tape gesichert. «Wie mans eigentlich machen sollte. Aber hey: Man lernt immer wieder dazu.»

Er liebt die 80s

Mitte April ist Zids Debütalbum «300 km/h» erschienen – eine Platte, die heftiger vor 80s trieft als Magnums Schnauz nach einem Niesanfall. «Ich wollte, dass das Album in sich stimmig ist. In der Produktionsphase haben wir richtig viel 80s in der WG gehört und die bot sich dann als Klanggewand an.» Mit «wir» meint Sevi sich und Livegitarrist/Studiosöldner Franky (der übrigens auch für Nickless in die Saiten haut). Und seine liebste aller liebsten 80er-Hymnen? «Don Henley, ‹Boys of Summer›

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