Aktualisiert 28.04.2020 09:57

Prämie ausgesetzt

Bei «Valorant» bekommen Hacker 100'000 Franken

Das Anti-Cheat-System «Vanguard» von Riot Games soll unüberwindbar und sicher sein. Wer doch eine Lücke entdeckt, wird von den Entwicklern reichlich belohnt.

von
rca

Der Strategie-Shooter «Valorant» geht derzeit durch die Decke: Auf der Streaming-Plattform Twitch brach das Game bereits in der geschlossenen Beta alle Zuschauerrekorde. Nun gibts Kritik an «Vanguard», dem Anti-Cheat-System des Spiels.

Die Community fand gemäss Social-Media-Posts heraus, dass sich «Vanguard» beim Herunterladen von «Valorant» quasi als separates Programm auf dem eigenen Rechner installiert. Wer «Valorant» spielen will, muss «Vanguard» ebenfalls installiert haben.

Das soll einerseits die Zahl der Cheater minimieren, andererseits melden einige Gamer Probleme mit dem Programm. Es sei zu invasiv und belaste auch die Performance anderer Spiele auf dem Computer.

Riot legt die Karten offen

In der Gerüchteküche brodelte es weiter: Riot Games gehört zum grössten Teil dem chinesischen Internetkonzern Tencent. Insbesondere US-Amerikaner fürchten nun, dass «Vanguard» als Spyware für die Chinesen insgeheim Daten sammelt.

Bevor die Diskussionen jedoch noch weiter eskalierten, meldete sich Riot in den sozialen Medien. Die Entwickler erklären im Detail, wie ihr Anti-Cheat-System funktioniert, und versichern, dass Privatsphäre ein wichtiger Punkt sei. Ausserdem bietet Riot allen Hackern, die Sicherheitslücken oder Bugs finden, Belohnungen von bis zu 100'000 Franken.

«Vanguard» wurde bereits von mehreren Experten ausführlich getestet. Die Prämien sollen aber gewährleisten, dass das Programm auch in Zukunft sicher bleibt. «Valorant» befindet sich derzeit in der Closed-Beta-Phase und erscheint voraussichtlich im Sommer.

Was hältst du von diesem Angebot? Glaubst du, dass «Vanguard» sicher bleibt, oder finden Cheater immer einen Weg? Machst du dir Sorgen um deine Daten? Schreib uns in den Kommentaren!

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