Attentat in London: Beil-Mörder aus dem Spital entlassen
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Attentat in LondonBeil-Mörder aus dem Spital entlassen

Michael Adebolajo, einer der beiden Täter der Beil-Attacke in London, hatte mit Hilfe eines kenianischen Geistlichen den Kontakt zur Al-Shabab-Miliz aufgebaut. Der zweite Attentäter, Michael Adebowale, wurde mittlerweile aus dem Spital entlassen und in Haft genommen.

von
aeg

Einer der Hauptverdächtigen in der tödlichen Beil-Attacke auf einen Soldaten in London hatte nach Angaben der kenianischen Polizei Kontakt zu einem radikalen Geistlichen. Michael Adebolajo habe Hilfe von einem inzwischen getöteten Imam erhalten, um sich der Al-Kaida-nahen somalischen Al-Shabab-Miliz anzuschliessen, sagte ein ranghoher Polizist am Dienstag in Nairobi. Adebolajo wollte demnach die Rebellen in ihrem Kampf gegen die Regierung unterstützen.

Im Londoner Stadtteil Woolwich sollen der 28-jährige Adebolajo und der 22-jährige Michael Adebowale am vergangenen Mittwoch den britischen Soldaten Lee Rigby mit Messern und einem Fleischerbeil ermordet haben. Danach war bekanntgeworden, dass Adebolajo vom Christentum zum Islam übergetreten und danach immer radikaler geworden sein soll. Am Sonntag sagte der Leiter der kenianischen Anti-Terror-Polizei, Adebolajo habe sich an der kenianisch-somalischen Grenze auf einen Einsatz bei Al-Shabab vorbereitet.

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Adebowale wurde unterdessen aus dem Krankenhaus entlassen und von der Polizei vernommen. Später wurde er wegen versuchten Mordes verhaftet. Adebolajo blieb vorerst im Krankenhaus unter strenger Bewachung. Seine Familie schickte den Angehörigen des getöteten Soldaten am Dienstag ihre «herzliche Anteilnahme». In einer Mitteilung verurteilte Adebolajos Familie das «sinnlose Töten». (aeg/sda)

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