Aktualisiert 26.06.2017 14:01

BMW X3

Beim neuen X3 zählen vor allem die inneren Werte

Im dritten Anlauf hat der BMW X3 mehr Charakter und nimmt das S in der Bezeichnung SUV (Sport Utility Vehicle) wörtlich.

von
Thomas Geiger
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Der X3 der dritten Generation fährt sich deutlich sportlicher als sein Vorgänger, verspricht BMW.

Der X3 der dritten Generation fährt sich deutlich sportlicher als sein Vorgänger, verspricht BMW.

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Das vorläufige Flaggschiff der Reihe, der X3 M40i, leistet stolze 360 PS und beschleunigt in 4,8 Sekunden von 0 auf 100.

Das vorläufige Flaggschiff der Reihe, der X3 M40i, leistet stolze 360 PS und beschleunigt in 4,8 Sekunden von 0 auf 100.

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Auch bei den Assistenzsystemen legt der X3 nach. Wie Fünfer & Co kann er nun in dichtem Verkehr auf der Autobahn nahezu autonom fahren und erstmals sogar automatisch die Spur wechseln.

Auch bei den Assistenzsystemen legt der X3 nach. Wie Fünfer & Co kann er nun in dichtem Verkehr auf der Autobahn nahezu autonom fahren und erstmals sogar automatisch die Spur wechseln.

BMW

Erfolg kann für einen Autohersteller Segen und Fluch zugleich sein. Denn je erfolgreicher ein Modell ist, desto schwerer tun sich die Entscheider mit gravierenden Änderungen, und desto vorhersehbarer werden die Generationswechsel. Das war beim Audi Q5 so und das ist beim BMW X3 nicht anders. Weil die Bayern 1,5 Millionen Bestandskunden aus zwei Generationen nicht vor den Kopf stossen wollten, haben sie den Bestseller nur mit Samthandschuhen angefasst. Wenn im November die dritte Auflage des kompakten Geländegängers an den Start geht, wird es deshalb natürlich keinen grossartigen Stilwechsel geben. Doch zumindest den Charakter des X3 arbeitet BMW etwas besser heraus und betont mit mehr Muskeln das S im Sport Utility Vehicle.

X3 erstmals mit M-Modell

Aber der X3 sieht bei weitgehend unverändertem Format nicht nur athletischer aus und speckt obendrein 55 Kilo ab, er soll auch deutlich sportlicher fahren, verspricht BMW und krönt die Modellpalette dafür zum ersten Mal mit einem M-Modell. Noch ist das zwar nur ein für die M GmbH eher koffeinfreies Performance-Modell. Doch erstens leistet schon dieser X3 M40i stolze 360 PS, beschleunigt in 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h, und zweitens ist das nur das Vorspiel für ein echtes M-Modell mit weit mehr als 400 PS, das in der dritten Generation angeblich fest eingeplant ist.

Neben dem M40i gibt es als zunächst einzigen konventionellen Benziner einen zwei Liter grossen Vierzylinder im X3 30i mit 252 PS und dazu noch zwei Diesel: den 20d mit vier Zylindern und 195 PS oder den 30d mit sechs Töpfen und 265 PS. Im Frühjahr 2018 folgt ein weiter Vierzylinder-Benziner, der als X3 20i auf 184 PS kommt. Beim kleinsten Diesel kommt der neue X3 im besten Fall auf einen Normverbrauch von 5,0 Litern.

Während BMW beim Design eher evolutionär gearbeitet hat und unter der Haube gar nichts neues bietet, hält zumindest im Innenraum der Fortschritt Einzug. Nicht nur, weil es mehr Ablagen gibt und man den Kofferraum mit einer Cargostellung der dreigeteilten Rückbank nun noch besser zwischen den minimal 550 und den maximal 1600 Litern variieren kann. Sondern auch, weil sich der X3 grosszügig bei Fünfer und Siebener bedient und deshalb zum Beispiel mit einem animierten Cockpit und dem grossen Touchscreen samt Gestensteuerung startet. Selbst den so genannten Displayschlüssel im Smartphone-Format haben die Bayern übernommen.

Bald auch ein rein elektrischer X3

Auch bei den Assistenzsystemen legt der X3 nach. Wie Fünfer & Co. kann er nun in dichtem Verkehr auf der Autobahn nahezu autonom fahren und erstmals sogar automatisch die Spur wechseln. Das kann bislang kein anderer SUV in dieser Klasse, rühmen die Bayern. Aber das ist nicht der einzige Spurwechsel, mit dem der X3 an der Konkurrenz vorbeiziehen will. Denn genauso, wie die Bayern die sportliche Seite des Geländewagens betonen, wollen sie auch seine sparsame Seite stärker herausarbeiten und stellen deshalb nicht nur eine Plug-in-Variante, sondern erstmals eine rein elektrische Version in Aussicht. Nachdem der Akkuantrieb bislang allein den i-Modellen vorbehalten war, ist das dann doch noch eine gravierende Änderung.

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