Künstliche Intelligenz: Beim Poker haben Roboter keine Chance gegen uns
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Künstliche IntelligenzBeim Poker haben Roboter keine Chance gegen uns

Bei hochkomplexen Spielen wie Schach ist künstliche Intelligenz kaum zu schlagen. Das menschliche Pokerface ist für Roboter jedoch ein Mysterium.

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dpa/lia
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Während künstliche Intelligenz dem Menschen in komplexen Strategiespielen wie Schach weit voraus ist, verliert sie häufig bei Spielen, die eine soziale Kompetenz voraussetzen.

Während künstliche Intelligenz dem Menschen in komplexen Strategiespielen wie Schach weit voraus ist, verliert sie häufig bei Spielen, die eine soziale Kompetenz voraussetzen.

Flickr / Jiuguang Wang
So zum Beispiel beim Pokern: Die Algorithmen können keine emotionale und keine soziale Intelligenz entwickeln. Deshalb gelingt es ihnen nicht, ein Pokerface zu interpretieren oder aufzusetzen, geschweige denn zu bluffen.

So zum Beispiel beim Pokern: Die Algorithmen können keine emotionale und keine soziale Intelligenz entwickeln. Deshalb gelingt es ihnen nicht, ein Pokerface zu interpretieren oder aufzusetzen, geschweige denn zu bluffen.

Flickr / Morgan
Ebenfalls den Kürzeren ziehen Roboter beim Fussball. Forscher erklären das mit ihrer sozialen Inkompetenz: «Sie wollen immer selbst die Tore schiessen und geben nicht ab.»

Ebenfalls den Kürzeren ziehen Roboter beim Fussball. Forscher erklären das mit ihrer sozialen Inkompetenz: «Sie wollen immer selbst die Tore schiessen und geben nicht ab.»

Flickr / Jiuguang Wang

Künstliche Intelligenz hat es inzwischen geschafft, den Menschen in sämtlichen Spielen der Welt zu schlagen – nur in einem nicht: dem Pokern. Das sagte Wolfgang Wahlster, Professor am Forschungszentrum Künstliche Intelligenz (DFKI) in Karlsruhe, bei den derzeit stattfindenden Medientagen in München.

Der Forscher erzählte bereits 2014 in einem Interview von einem Poker-Bot, einem virtuellen Pokerspieler, den man am DFKI entwickelt habe. Dieser beobachte die menschlichen Spieler, ziehe seine Schlüsse daraus und spreche sogar im typischen Pokerslang mit seinen Mitstreitern.

Roboter sind schlechte Fussballspieler

Die Beobachtungen der Wissenschaftler zeigten, dass der Computer Poker-Laien vor allem in Sachen Strategie weit voraus ist. Die mit Daten vollgestopften Maschinen seien für den Menschen bei komplexen Strategiespielen wie Schach oder dem chinesischen Go schier unbezwingbar.

Allerdings könnten die Algorithmen keine emotionale oder soziale Intelligenz entwickeln. Ihnen gelinge es nicht, ein Pokerface aufzusetzen, geschweige denn zu bluffen. Ebenfalls den Kürzeren ziehen würden Roboter beim Fussballspielen. Wahlster erklärte dies mit ihrer sozialen Inkompetenz: «Sie wollen immer selbst die Tore schiessen und geben nicht ab.»

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