Luzern: Beim Südpol leben Kinder gefährlich
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LuzernBeim Südpol leben Kinder gefährlich

Kreiselverkehr, Buslinie, Veloweg – bei der Musikschule am Südpol herrscht Verkehrschaos. Die Velo-Initiative «Mehr fürs Velo» will das ändern.

von
Lena Berger

Velofahrer leben in Luzern gefährlich: In der Stadt lauern ­einige riskante Unfallstellen. Eine davon befindet sich beim Südpol. «Weil der Veloweg direkt vor der Bushaltestelle durchgeführt wird, kommen sich Fussgänger und Velofahrer beim Ein- und Aussteigen in die Quere», sagt Manuel Späni vom Initiativkomitee «Mehr fürs Velo».

Die Stelle ist auch Claudia Luethi, die ihre Kinder im Südpol in die Musikschule schickt, ein Dorn im Auge. «Direkt hinter dem Bus ist ein Fussgängerstreifen – Velofahrer haben kaum eine Chance, Kinder, die dort die Strasse überqueren, rechtzeitig zu sehen. Das ist brutal gefährlich!», sagt sie.

Die Sanierung solcher Unfallschwerpunkte ist eines der Hauptanliegen der kantonalen Velo-Initiative. «Eine weitere Problemstelle ist beim Bahnhof, wo die Velospur endet, wenn man von der Zentralstrasse rechts abbiegen möchte», sagt Späni. An dieser ­Stelle war im Jahr 2005 eine 39-jährige Mutter auf ihrem Velo von einem Betonmischer überrollt und tödlich verletzt worden. Auch die Situation am Bundesplatz sei ein Brennpunkt.

Dass es in Luzern sicherheitstechnisch kritische Stellen gibt, bestreiten auch die Gegner der Initiative nicht. Aber: «Diese werden laufend ausgemerzt, dafür braucht es keine Annahme der Velo-Initiative», sagt Bruno Schmid, Kantonsrat der CVP. Die Abstimmung findet am 13. Februar statt.

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